Stakeholder-Mapping ist eine Methode, mit der Startups alle relevanten Stakeholder:innen identifizieren, analysieren und priorisieren. Dazu gehören Personen, Gruppen oder Organisationen, die das Unternehmen beeinflussen oder von seinen Entscheidungen betroffen sind.
Ziel ist es, Interessen, Erwartungen und Einflussmöglichkeiten der verschiedenen Stakeholder:innen besser zu verstehen. Auf dieser Grundlage können Gründer:innen ihre Kommunikation gezielt gestalten, wichtige Beziehungen aufbauen und mögliche Konflikte frühzeitig erkennen.
Typische Stakeholder:innen eines Startups sind:
- Gründer:innen und Mitarbeiter:innen
- Kund:innen und Nutzer:innen
- Investor:innen und Kapitalgeber:innen
- Unternehmenspartner:innen
- Lieferant:innen und Dienstleister:innen
- Behörden und öffentliche Institutionen
- Hochschulen und Forschungseinrichtungen
- Medienvertreter:innen
- Wettbewerber:innen
- gesellschaftliche oder regionale Interessengruppen
Für das Stakeholder-Mapping werden die Akteur:innen häufig nach ihrem Einfluss auf das Startup und ihrem Interesse an dessen Entwicklung eingeordnet:
| Einfluss und Interesse | Empfohlener Umgang |
| Hoher Einfluss, hohes Interesse | eng einbinden und regelmäßig abstimmen |
| Hoher Einfluss, geringes Interesse | gezielt informieren und zufriedenstellen |
| Geringer Einfluss, hohes Interesse | regelmäßig informieren und Feedback einholen |
| Geringer Einfluss, geringes Interesse | beobachten und bei Veränderungen neu bewerten |
Ein Stakeholder-Mapping kann in mehreren Schritten erstellt werden:
- Stakeholder:innen identifizieren
Alle internen und externen Personen, Gruppen und Organisationen sammeln, die für das Startup relevant sind.
- Interessen analysieren
Prüfen, welche Ziele, Erwartungen oder möglichen Bedenken die jeweiligen Stakeholder:innen haben.
- Einfluss bewerten
Einschätzen, wie stark die Stakeholder:innen Entscheidungen, Finanzierung, Marktzugang oder öffentliche Wahrnehmung beeinflussen können.
- Prioritäten festlegen
Bestimmen, welche Beziehungen besonders wichtig sind und wie intensiv sie gepflegt werden sollten.
- Kommunikation planen
Geeignete Botschaften, Kanäle, Zuständigkeiten und Kontaktintervalle definieren.
Stakeholder-Mapping hilft Startups dabei:
- wichtige Entscheidungsträger:innen frühzeitig zu erkennen
- Kommunikationsmaßnahmen gezielter auszurichten
- Unterstützung für Projekte und Veränderungen aufzubauen
- mögliche Widerstände und Konflikte zu reduzieren
- Partnerschaften strategisch zu entwickeln
- Risiken und Chancen im Unternehmensumfeld besser einzuschätzen
Ein häufiger Fehler besteht darin, nur Investor:innen und Kund:innen zu berücksichtigen. Auch Mitarbeiter:innen, Behörden, Unternehmenspartner:innen oder regionale Netzwerke können einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung eines Startups haben.
Das Mapping sollte außerdem regelmäßig aktualisiert werden. Mit neuen Finanzierungsrunden, Markteintritten, Kooperationen oder regulatorischen Veränderungen können sich Interessen und Einfluss einzelner Stakeholder:innen verschieben.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, relevante Stakeholder:innen aus Wirtschaft, Forschung, Finanzierung und öffentlichem Umfeld zu identifizieren, Beziehungen strategisch zu priorisieren und passende Kontakte zu Investor:innen, Unternehmen, Expert:innen und Netzwerkpartner:innen aufzubauen.