Was bedeutet SOM und wie bestimmen Startups ihren realistisch erreichbaren Marktanteil?

SOM steht für Serviceable Obtainable Market und bezeichnet den Teil des adressierbaren Marktes, den ein Startup innerhalb eines festgelegten Zeitraums realistisch erreichen kann.

Dabei werden nicht nur Marktgröße und Zielgruppe berücksichtigt, sondern auch die tatsächlichen Möglichkeiten des Unternehmens. Dazu gehören unter anderem Budget, Teamgröße, Vertriebskapazitäten, Wettbewerb und regionale Reichweite.

SOM ist Teil der Marktgrößenanalyse mit TAM und SAM:

Kennzahl Bedeutung
TAM Total Addressable Market: der gesamte theoretisch mögliche Markt
SAM Serviceable Available Market: der Teil des Marktes, den das Unternehmen mit seinem Angebot grundsätzlich bedienen kann
SOM Serviceable Obtainable Market: der Anteil, den das Unternehmen realistisch gewinnen kann

Ein Beispiel:

Ein Startup bietet eine Software für mittelständische Produktionsunternehmen in Deutschland an.

Marktstufe Beispiel
TAM weltweiter Markt für Unternehmenssoftware
SAM deutsche mittelständische Produktionsunternehmen, für die die Software geeignet ist
SOM Unternehmen, die mit den aktuellen Vertriebsressourcen in den nächsten drei Jahren realistisch gewonnen werden können

Bei der Bestimmung des SOM sollten Startups beispielsweise folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Anzahl erreichbarer potenzieller Kund:innen
  • vorhandene Vertriebs- und Marketingkapazitäten
  • durchschnittlicher Umsatz pro Kund:in
  • Stärke und Anzahl der Wettbewerber:innen
  • erwartete Conversion Rate
  • Dauer des Verkaufsprozesses
  • verfügbare finanzielle Mittel
  • geografische und regulatorische Einschränkungen
  • geplante Markteintrittsstrategie

Eine vereinfachte Berechnung kann so aussehen:

Erreichbare Kund:innen × erwarteter Jahresumsatz pro Kund:in = SOM

Angenommen, ein Startup kann innerhalb von drei Jahren realistisch 500 Kund:innen gewinnen. Der durchschnittliche Jahresumsatz beträgt 4.000 Euro pro Kund:in.

500 Kund:innen × 4.000 Euro = 2 Mio. Euro SOM

Der SOM hilft Gründer:innen dabei:

  • realistische Umsatz- und Wachstumsziele festzulegen
  • Vertriebsressourcen sinnvoll zu planen
  • besonders attraktive Kund:innensegmente zu priorisieren
  • den Kapitalbedarf besser einzuschätzen
  • die Go-to-Market-Strategie zu konkretisieren
  • Investor:innen einen nachvollziehbaren Markteintrittsplan zu präsentieren

Ein häufiger Fehler besteht darin, den SOM als pauschalen Prozentsatz des Gesamtmarktes anzugeben. Aussagen wie „Wir erreichen ein Prozent des Marktes“ sind wenig belastbar, wenn nicht erklärt wird, wie diese Kund:innen gewonnen werden sollen.

Ein überzeugender SOM basiert deshalb auf nachvollziehbaren Annahmen, Marktdaten und den tatsächlichen Fähigkeiten des Startups. Er sollte außerdem einen klaren Zeitraum berücksichtigen und regelmäßig an neue Erkenntnisse angepasst werden.

Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Zielmärkte und Kund:innensegmente realistisch einzugrenzen, Marktpotenziale anhand belastbarer Annahmen zu berechnen und TAM, SAM und SOM für Geschäftsplanung, Markteintritt und Gespräche mit Investor:innen verständlich aufzubereiten.

Fünf Schlüsseltechnologien im Fokus

Der Digital Hub Rhein-Neckar konzentriert sich auf fünf Technologiefelder, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Region von besonderer Bedeutung sind:

    • Künstliche Intelligenz (KI): Einsatz in Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement und datengetriebenen Services
    • Cybersicherheit: Schutz kritischer Infrastrukturen, industrielle IT-Sicherheit und sichere Datenräume
    • Industry Tech: IoT-Anwendungen, Sensorik, Automatisierung, Datenanalyse und vernetzte Produktionsprozesse
    • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: CO₂-Reporting, Energieeinsparungspotenziale in Produktion und Gebäuden sowie Treiber für die Kreislaufwirtschaft – messbar durch digitale Schlüsseltechnologien
    • Metaverse und Extended Reality (XR): Virtuelle und erweiterte Realitäten als Plattformen für Zusammenarbeit, Schulung und Produktentwicklung, digitale Zwillinge und immersive Erlebnisse

KI-gestützte Matching-Plattform: Der richtige Partner auf Knopfdruck

Ein Herzstück des Digital Hub Rhein-Neckar ist die KI-gestützte Matching-Funktion. Unternehmen und Startups können ihr konkretes Anliegen oder ihren Technologiebedarf beschreiben. Die KI identifiziert daraufhin passende Ansprechpartner und Angebote aus dem Partnernetzwerk der Region.

So soll aus einem konkreten Bedarf möglichst schnell ein passender Kontakt und daraus eine konkrete Zusammenarbeit entstehen.

Events, Förderangebote und Räume gebündelt

Neben dem KI-gestützten Matching bietet der Digital Hub Rhein-Neckar eine laufend aktualisierte Übersicht über regionale Veranstaltungen, Förderangebote und Workshops.

Auch verfügbare Räumlichkeiten für Begegnungen, Co-Working und Innovationsprojekte in der gesamten Metropolregion werden auf der Plattform gebündelt.

Damit macht der Digital Hub verschiedene Angebote und Kompetenzen der Region über einen gemeinsamen digitalen Zugang sichtbar und zugänglich.

Gemeinsam für Innovation in der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Digital Hub Rhein-Neckar wird von einem regionalen Netzwerk getragen. Konsortialpartner sind die innoWerft, die Stadt Mannheim und die 5-HT Chemistry & Health.

Als assoziierte Partner unterstützen der Technologiepark Heidelberg, die IHK Rhein-Neckar, die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, die Wirtschaftsförderung Heidelberg, die Metropolregion Rhein-Neckar, die Technische Hochschule Mannheim, der NEXT MANNHEIM und das Netzwerk Smart Industries das Projekt.

Gemeinsam bringen die Partner regionale Kompetenzen und Angebote rund um digitale Schlüsseltechnologien zusammen.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.

Jetzt den Digital Hub Rhein-Neckar entdecken

Der Digital Hub Rhein-Neckar bietet Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen gemeinsamen digitalen Zugang zu Angeboten und Expertise rund um zentrale Schlüsseltechnologien in der Metropolregion.

Du bist Gründer:in und möchtest den Digital Hub für Dein Startup nutzen? Entdecke die Plattform und finde heraus, welche Angebote und Kontakte für Deine Idee relevant sein könnten!