Ein Marketing Qualified Lead (MQL) ist ein potenzieller Kunde, der durch sein Verhalten und seine Interaktionen mit Marketingmaßnahmen ein deutliches Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung gezeigt hat und daher als besonders vielversprechend für den weiteren Vertriebsprozess gilt.
MQLs befinden sich typischerweise in der Mitte des Marketing- und Sales-Funnels: Sie sind bereits auf das Unternehmen aufmerksam geworden, haben sich aber noch nicht aktiv für einen Kauf entschieden.
Typische Signale für einen MQL sind:
- Download von Whitepapers, E-Books oder anderen Inhalten
- Anmeldung zu Newslettern oder Webinaren
- wiederholte Besuche der Website oder bestimmter Produktseiten
- Interaktion mit E-Mail-Kampagnen
- Nutzung von Free Trials oder Demo-Anfragen
Die Bewertung, ob ein Lead als MQL gilt, basiert häufig auf einem Lead-Scoring-System, das verschiedene Kriterien gewichtet, etwa:
- Verhalten (z. B. Klicks, Downloads, Seitenaufrufe)
- demografische Daten (z. B. Branche, Unternehmensgröße)
- Passung zum Ideal Customer Profile (ICP)
Der Hauptzweck von MQLs besteht darin, Marketing- und Vertriebsaktivitäten effizienter zu gestalten:
- bessere Priorisierung von Leads
- höhere Conversion Rate im Sales-Prozess
- gezieltere Ansprache durch den Vertrieb
- effizientere Nutzung von Ressourcen
- bessere Abstimmung zwischen Marketing und Sales (Smarketing)
Im nächsten Schritt werden MQLs häufig zu SQLs (Sales Qualified Leads), sobald der Vertrieb sie als konkret kaufbereit einstuft.
Für Startups ist die saubere Definition von MQLs besonders wichtig, da sie oft mit begrenzten Ressourcen arbeiten und sich auf die vielversprechendsten Leads konzentrieren müssen.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, skalierbare Lead-Generierungsprozesse aufzubauen, MQL-Kriterien zu definieren und Marketing- sowie Vertriebsprozesse optimal miteinander zu verzahnen.