What does ‘vesting’ mean, and how does it help retain founders and employees in the long term?

Vesting bezeichnet ein Beteiligungsmodell, bei dem Gründer:innen, Mitarbeiter:innen oder Berater:innen ihre Unternehmensanteile, Optionen oder virtuellen Beteiligungsrechte schrittweise über einen festgelegten Zeitraum erwerben.

Das Ziel besteht darin, Beteiligungen an die tatsächliche und langfristige Mitarbeit im Unternehmen zu knüpfen. Verlässt eine beteiligte Person das Startup frühzeitig, stehen ihr daher meist noch nicht alle ursprünglich zugesagten Beteiligungsrechte zu.

Typische Bestandteile einer Vesting-Vereinbarung sind:

component Meaning
Vesting-Zeitraum Zeitraum, über den die Beteiligung vollständig erworben wird
Cliff Mindestzeit, die eine Person im Unternehmen bleiben muss, bevor erstmals Rechte entstehen
Vesting-Intervall Zeitraum, in dem weitere Anteile freigegeben werden, etwa monatlich oder quartalsweise
Leaver scheme Bestimmt, was bei einem Ausscheiden aus dem Unternehmen passiert
Acceleration Beschleunigte Freigabe von Beteiligungsrechten bei bestimmten Ereignissen

Ein typisches Vesting-Modell läuft beispielsweise über vier Jahre und enthält einen Cliff von zwölf Monaten:

Zeitpunkt Erworbener Anteil
Vor Ablauf von 12 Monaten 0 %
Nach Ablauf des 12-monatigen Cliffs 25 %
Nach 24 Monaten 50 %
Nach 36 Monaten 75 %
Nach 48 Monaten 100 %

Verlässt eine beteiligte Person das Startup vor Ablauf des Cliffs, erhält sie in diesem Beispiel keine Beteiligungsrechte. Nach dem Cliff werden die übrigen Anteile meist monatlich oder quartalsweise freigegeben.

Grundsätzlich lassen sich zwei typische Formen unterscheiden:

  • Vesting bei Mitarbeiter:innenbeteiligungen: Optionen oder virtuelle Beteiligungsrechte werden schrittweise erworben.
  • Reverse Vesting bei Gründer:innen: Die Anteile wurden bereits übertragen, können beim frühzeitigen Ausscheiden aber teilweise zurückgekauft oder eingezogen werden.

Reverse Vesting soll verhindern, dass Gründer:innen das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit verlassen und trotzdem einen großen Anteil behalten. Dadurch könnte eine sogenannte Dead Equity entstehen: Unternehmensanteile liegen bei Personen, die nicht mehr aktiv zum Aufbau des Startups beitragen.

Vesting bietet Startups verschiedene Vorteile:

  • langfristige Bindung wichtiger Teammitglieder
  • fairere Verteilung von Unternehmensanteilen
  • Schutz vor einem frühzeitigen Ausscheiden
  • stärkere Verbindung zwischen Leistung und Beteiligung
  • höhere Motivation durch Beteiligung am Unternehmenserfolg
  • attraktivere Anreize trotz begrenzter finanzieller Mittel
  • klarere Beteiligungsstruktur für zukünftige Investor:innen

Bei Vesting-Vereinbarungen sollten insbesondere folgende Fragen geklärt werden:

  • Wie lang ist der Vesting-Zeitraum?
  • Is there a cliff?
  • Welche Leistung oder Mitarbeit wird erwartet?
  • Wie häufig werden Beteiligungsrechte freigegeben?
  • What happens in the event of dismissal, illness or voluntary resignation?
  • Können bereits erworbene Anteile zurückgekauft werden?
  • Zu welchem Preis erfolgt ein möglicher Rückkauf?
  • Was passiert bei einem Unternehmensverkauf?
  • Gelten unterschiedliche Regelungen für verschiedene Beteiligte?

Besonders wichtig sind die sogenannten Good-Leaver- und Bad-Leaver-Regelungen:

Regelung Typische Bedeutung
Good Leaver Eine Person scheidet aus nachvollziehbaren oder nicht selbst verschuldeten Gründen aus. Bereits erworbene Rechte bleiben häufig ganz oder teilweise bestehen.
Bad Leaver Eine Person scheidet unter vertraglich definierten problematischen Umständen aus. Beteiligungsrechte können stärker eingeschränkt werden.

Auch eine Vesting Acceleration kann vereinbart werden. Dabei werden Beteiligungsrechte bei bestimmten Ereignissen schneller oder vollständig freigegeben, beispielsweise bei einem Unternehmensverkauf oder wenn eine beteiligte Person nach einer Übernahme entlassen wird.

Ein häufiger Fehler besteht darin, Vesting-Regelungen nur allgemein zu vereinbaren. Unklare Bedingungen können später zu Konflikten über Beteiligungsquoten, Rückkaufpreise oder das Ausscheiden einzelner Gründer:innen führen.

Auch rechtliche und steuerliche Auswirkungen sollten berücksichtigt werden. Je nachdem, ob echte Unternehmensanteile, Optionen oder virtuelle Beteiligungsrechte vergeben werden, können unterschiedliche Folgen entstehen. Die konkrete Ausgestaltung sollte daher professionell rechtlich und steuerlich geprüft werden.

Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Beteiligungsmodelle und typische Vesting-Regelungen besser zu verstehen, Rollen und langfristige Erwartungen im Gründungsteam zu strukturieren und die Auswirkungen auf den Cap Table sowie zukünftige Finanzierungsrunden einzuordnen.

A focus on five key technologies

The Rhine-Neckar Digital Hub focuses on five areas of technology that are of particular importance to the region’s competitiveness:

    • Artificial Intelligence (AI): Use in production, logistics, quality management and data-driven services
    • Cyber security: Critical infrastructure protection, industrial IT security and secure data rooms
    • Industry Tech: IoT applications, sensor technology, automation, data analysis and networked production processes
    • Sustainability and energy efficiency: CO₂ reporting, energy-saving potential in production and buildings, and drivers for the circular economy – all measurable through key digital technologies
    • The Metaverse and Extended Reality (XR): Virtual and augmented reality as platforms for collaboration, training and product development, digital twins and immersive experiences

AI-powered matching platform: The right partner at the touch of a button

A key component of the Rhine-Neckar Digital Hub is the AI-powered matching feature. Companies and start-ups can describe their specific requirements or technology needs. The AI then identifies suitable Contact person and offers from the region’s partner network.

The aim is to match a specific need with a suitable contact as quickly as possible, and for this to lead to a concrete collaboration.

Events, funding opportunities and venues all in one place

In addition to AI-powered matching, the Rhein-Neckar Digital Hub provides a continuously updated overview of regional events, funding opportunities and workshops.

Also available Spaces for meetings, co-working and innovation projects across the entire metropolitan region are consolidated on the platform.

In this way, the Digital Hub makes the region’s various services and areas of expertise visible and accessible via a single digital portal.

Working together for innovation in the Rhine-Neckar metropolitan region

The Rhine-Neckar Digital Hub is supported by a regional network. Consortium partners are the innoWerft, the City of Mannheim and the 5-HT Chemistry & Health.

As associated partners support the Heidelberg Technology Park, the IHK Rhine-Neckar, the Economic Development Unit of the Rhein-Neckar District Office, the Heidelberg Economic Development Agency, the Rhine-Neckar Metropolitan Region, the Mannheim University of Applied Sciencesthe NEXT MANNHEIM and that Smart Industries Network the project.

Together, the partners bring together regional expertise and services relating to key digital technologies.

The project is funded by the Ministry of Economic Affairs, Skilled Trades and Tourism of Baden-Württemberg promoted.

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