Was bedeutet Shared Value und wie verbindet das Konzept wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlichem Nutzen?

Shared Value beschreibt ein Unternehmenskonzept, bei dem wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Nutzen gleichzeitig entstehen. Unternehmen entwickeln dabei Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle, die soziale oder ökologische Herausforderungen lösen und zugleich die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Im Mittelpunkt steht die Idee, dass gesellschaftliche Probleme nicht nur Kosten oder Verpflichtungen darstellen. Sie können auch Ausgangspunkt für Innovationen, neue Märkte und nachhaltiges Wachstum sein.

Shared Value kann auf unterschiedliche Weise geschaffen werden:

Ansatz Bedeutung
Produkte und Märkte neu denken Unternehmen entwickeln Angebote, die konkrete soziale oder ökologische Bedürfnisse erfüllen.
Wertschöpfungsketten verbessern Prozesse werden so gestaltet, dass sie wirtschaftlicher und zugleich ressourcenschonender oder sozial verantwortlicher werden.
Lokale Strukturen stärken Unternehmen fördern Netzwerke, Fachkräfte, Lieferant:innen oder Infrastruktur in ihrer Region.

Typische Beispiele für Shared Value sind:

  • digitale Lösungen, die den Zugang zu Bildung oder Gesundheitsangeboten verbessern
  • Produkte, die Energie oder Ressourcen einsparen
  • Geschäftsmodelle für bislang wenig berücksichtigte Kund:innengruppen
  • Weiterbildungsprogramme, die Beschäftigten neue Kompetenzen vermitteln und gleichzeitig den Fachkräftebedarf des Unternehmens decken
  • Kooperationen mit regionalen Lieferant:innen
  • Technologien, die Unternehmen bei der Reduktion von Emissionen oder Abfällen unterstützen

Shared Value kann Unternehmen und Startups dabei helfen:

  • neue Marktchancen zu erschließen
  • innovative Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln
  • sich gegenüber Wettbewerber:innen abzugrenzen
  • langfristige Beziehungen zu Kund:innen und Partner:innen aufzubauen
  • Ressourcen effizienter einzusetzen
  • die Attraktivität für Mitarbeiter:innen und Investor:innen zu erhöhen

Shared Value ist nicht mit Spenden oder klassischer Wohltätigkeit gleichzusetzen. Der gesellschaftliche Nutzen ist direkt mit dem Kerngeschäft und dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens verbunden.

Shared Value Klassische Spende
Teil des Geschäftsmodells vom Kerngeschäft getrennte Unterstützung
wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzen vor allem gesellschaftlicher Nutzen
langfristig in Prozesse und Angebote integriert häufig einzelne oder zeitlich begrenzte Maßnahme
kann Umsatz, Effizienz oder Wettbewerbsfähigkeit steigern führt meist nicht direkt zu wirtschaftlichem Ertrag

Auch von Corporate Social Responsibility, kurz CSR, lässt sich Shared Value unterscheiden. CSR umfasst die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens insgesamt. Shared Value konzentriert sich stärker darauf, soziale oder ökologische Herausforderungen direkt mit wirtschaftlichen Chancen zu verbinden.

Damit Shared Value glaubwürdig ist, sollte die Wirkung konkret und überprüfbar sein. Unternehmen können dafür beispielsweise folgende Kennzahlen betrachten:

  • eingesparte Energie oder Ressourcen
  • vermiedene Emissionen
  • erreichte Kund:innen oder Nutzer:innen
  • geschaffene Arbeits- oder Ausbildungsplätze
  • verbesserte Arbeitsbedingungen
  • Umsatz mit nachhaltigen Produkten
  • wirtschaftliche Vorteile für beteiligte Partner:innen

Ein häufiger Fehler besteht darin, einzelne Marketingmaßnahmen bereits als Shared Value zu bezeichnen. Entscheidend ist, dass gesellschaftlicher Nutzen und wirtschaftlicher Mehrwert tatsächlich im Geschäftsmodell, im Produkt oder in der Wertschöpfung verankert sind.

Gerade für Startups kann Shared Value eine Chance sein, gesellschaftliche Herausforderungen als Ausgangspunkt für innovative und skalierbare Lösungen zu nutzen. Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, relevante Problemstellungen zu identifizieren, Geschäftsmodelle mit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wirkung weiterzuentwickeln und passende Unternehmenspartner:innen, Expert:innen sowie Investor:innen aus dem Netzwerk einzubeziehen.

Fünf Schlüsseltechnologien im Fokus

Der Digital Hub Rhein-Neckar konzentriert sich auf fünf Technologiefelder, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Region von besonderer Bedeutung sind:

    • Künstliche Intelligenz (KI): Einsatz in Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement und datengetriebenen Services
    • Cybersicherheit: Schutz kritischer Infrastrukturen, industrielle IT-Sicherheit und sichere Datenräume
    • Industry Tech: IoT-Anwendungen, Sensorik, Automatisierung, Datenanalyse und vernetzte Produktionsprozesse
    • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: CO₂-Reporting, Energieeinsparungspotenziale in Produktion und Gebäuden sowie Treiber für die Kreislaufwirtschaft – messbar durch digitale Schlüsseltechnologien
    • Metaverse und Extended Reality (XR): Virtuelle und erweiterte Realitäten als Plattformen für Zusammenarbeit, Schulung und Produktentwicklung, digitale Zwillinge und immersive Erlebnisse

KI-gestützte Matching-Plattform: Der richtige Partner auf Knopfdruck

Ein Herzstück des Digital Hub Rhein-Neckar ist die KI-gestützte Matching-Funktion. Unternehmen und Startups können ihr konkretes Anliegen oder ihren Technologiebedarf beschreiben. Die KI identifiziert daraufhin passende Ansprechpartner und Angebote aus dem Partnernetzwerk der Region.

So soll aus einem konkreten Bedarf möglichst schnell ein passender Kontakt und daraus eine konkrete Zusammenarbeit entstehen.

Events, Förderangebote und Räume gebündelt

Neben dem KI-gestützten Matching bietet der Digital Hub Rhein-Neckar eine laufend aktualisierte Übersicht über regionale Veranstaltungen, Förderangebote und Workshops.

Auch verfügbare Räumlichkeiten für Begegnungen, Co-Working und Innovationsprojekte in der gesamten Metropolregion werden auf der Plattform gebündelt.

Damit macht der Digital Hub verschiedene Angebote und Kompetenzen der Region über einen gemeinsamen digitalen Zugang sichtbar und zugänglich.

Gemeinsam für Innovation in der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Digital Hub Rhein-Neckar wird von einem regionalen Netzwerk getragen. Konsortialpartner sind die innoWerft, die Stadt Mannheim und die 5-HT Chemistry & Health.

Als assoziierte Partner unterstützen der Technologiepark Heidelberg, die IHK Rhein-Neckar, die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, die Wirtschaftsförderung Heidelberg, die Metropolregion Rhein-Neckar, die Technische Hochschule Mannheim, der NEXT MANNHEIM und das Netzwerk Smart Industries das Projekt.

Gemeinsam bringen die Partner regionale Kompetenzen und Angebote rund um digitale Schlüsseltechnologien zusammen.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.

Jetzt den Digital Hub Rhein-Neckar entdecken

Der Digital Hub Rhein-Neckar bietet Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen gemeinsamen digitalen Zugang zu Angeboten und Expertise rund um zentrale Schlüsseltechnologien in der Metropolregion.

Du bist Gründer:in und möchtest den Digital Hub für Dein Startup nutzen? Entdecke die Plattform und finde heraus, welche Angebote und Kontakte für Deine Idee relevant sein könnten!