Recurring Revenue, kurz RR, bezeichnet regelmäßig wiederkehrende Umsätze, die ein Unternehmen in festgelegten Zeitabständen erzielt. Sie entstehen beispielsweise durch Abonnements, Mitgliedschaften, Wartungsverträge oder laufende Softwarelizenzen.
Für Startups sind wiederkehrende Umsätze besonders wichtig, weil sie die zukünftige Umsatzentwicklung besser planbar machen. Statt Kund:innen für jeden Kauf erneut gewinnen zu müssen, entstehen fortlaufende Einnahmen aus bestehenden Geschäftsbeziehungen.
Typische Geschäftsmodelle mit Recurring Revenue sind:
- Software-as-a-Service-Abonnements
- Streaming- und Medienabonnements
- Mitgliedschaften
- Wartungs- und Serviceverträge
- Lizenzmodelle
- regelmäßige Liefermodelle
- Plattformgebühren
- langfristige Nutzungsverträge
Wichtige Kennzahlen im Zusammenhang mit Recurring Revenue sind:
| Kennzahl | Bedeutung |
| MRR | Monthly Recurring Revenue: monatlich wiederkehrender Umsatz |
| ARR | Annual Recurring Revenue: jährlich wiederkehrender Umsatz |
| Churn Rate | Anteil der Kund:innen oder Umsätze, die innerhalb eines Zeitraums verloren gehen |
| Expansion Revenue | zusätzlicher Umsatz durch Upgrades oder Erweiterungen bestehender Kund:innen |
| Retention Rate | Anteil der Kund:innen oder Umsätze, die erhalten bleiben |
Ein Beispiel:
Ein Startup hat 200 zahlende Kund:innen, die jeweils 50 Euro pro Monat bezahlen.
200 Kund:innen × 50 Euro = 10.000 Euro MRR
Das entspricht einem hochgerechneten jährlichen wiederkehrenden Umsatz von:
10.000 Euro × 12 Monate = 120.000 Euro ARR
Recurring Revenue bietet Unternehmen und Startups verschiedene Vorteile:
- bessere Planbarkeit von Umsätzen
- stabilere finanzielle Entwicklung
- langfristige Beziehungen zu Kund:innen
- geringere Abhängigkeit von einzelnen Verkäufen
- bessere Grundlage für Wachstum und Investitionsentscheidungen
- höhere Attraktivität für potenzielle Investor:innen
Wiederkehrender Umsatz ist jedoch nicht automatisch garantiert. Kündigungen, auslaufende Verträge oder Zahlungsausfälle können die Einnahmen reduzieren. Deshalb sollten Startups neben dem Umsatz auch Kundenbindung, Kündigungsrate und Nutzung des Angebots regelmäßig beobachten.
Ein häufiger Fehler besteht darin, einmalige Umsätze als Recurring Revenue einzuordnen. Nur vertraglich oder durch das Geschäftsmodell regelmäßig wiederkehrende Einnahmen zählen dazu.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Geschäfts- und Erlösmodelle weiterzuentwickeln, relevante Kennzahlen wie MRR und ARR einzuordnen und wiederkehrende Umsätze als Grundlage für nachhaltiges Wachstum und Gespräche mit Investor:innen aufzubereiten.