Ein Letter of Intent (LoI), auf Deutsch Absichtserklärung, ist ein schriftliches Dokument, in dem zwei oder mehr Parteien ihr grundsätzliches Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit oder einem Vertragsabschluss festhalten. Er dient als Vorstufe zu einem verbindlichen Vertrag und schafft eine strukturierte Grundlage für weitere Verhandlungen.
Der LoI wird häufig in frühen Phasen von Verhandlungen eingesetzt, etwa bei Investitionen, Unternehmensübernahmen, Kooperationen oder strategischen Partnerschaften.
Typische Inhalte eines Letter of Intent sind:
- Beschreibung der geplanten Zusammenarbeit
- zentrale Ziele der Parteien
- grober Zeitplan oder Meilensteine
- mögliche finanzielle oder rechtliche Rahmenbedingungen
- nächste Schritte im Verhandlungsprozess
Wichtig ist, dass ein LoI in der Regel nicht vollständig rechtlich bindend ist. Allerdings können einzelne Bestandteile durchaus verbindlich sein, insbesondere:
- Vertraulichkeitsvereinbarungen (Non-Disclosure)
- Exklusivitätsvereinbarungen (No-Shop-Klauseln)
- Regelungen zu Kosten oder Verhandlungsabläufen
Die Vorteile eines Letter of Intent sind:
- frühzeitige Klarheit über gemeinsame Absichten
- Strukturierung komplexer Verhandlungen
- Reduzierung von Missverständnissen
- Vertrauensbildung zwischen den Parteien
- effizientere Vorbereitung eines endgültigen Vertrags
Für Startups ist ein LoI besonders im Kontext von Finanzierungsrunden, Kooperationen oder Akquisitionen relevant. Er signalisiert potenziellen Investor:innen oder Partnern ernsthaftes Interesse und kann ein wichtiger Zwischenschritt vor einem verbindlichen Vertragsabschluss sein.
Gleichzeitig ersetzt der LoI keinen finalen Vertrag und sollte sorgfältig geprüft werden, insbesondere im Hinblick auf rechtliche Bindungswirkungen einzelner Klauseln.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Verhandlungsprozesse zu strukturieren, Absichtserklärungen richtig einzuordnen und sich optimal auf Vertrags- und Investmentgespräche vorzubereiten.