Der Hockey-Stick-Effekt beschreibt eine Wachstumskurve, bei der ein Unternehmen zunächst über einen längeren Zeitraum nur moderat wächst, bevor es zu einem plötzlichen und starken Wachstumsschub kommt. Die Form der Kurve erinnert dabei an einen Hockeyschläger: einen langen, flachen Schaft und einen steil ansteigenden Schlägerkopf.
Im Startup-Kontext steht der Hockey-Stick-Effekt häufig für den Moment, in dem ein Geschäftsmodell erfolgreich skaliert und sich Wachstum deutlich beschleunigt.
Typische Kennzahlen, bei denen ein Hockey-Stick-Wachstum sichtbar werden kann, sind:
- Umsatzentwicklung
- Nutzer- oder Kundenzahlen
- wiederkehrende Umsätze (Recurring Revenue)
- Marktanteile
- Plattformaktivitäten oder Transaktionsvolumen
Ein solcher Wachstumssprung entsteht oft durch Faktoren wie:
- Erreichen des Product-Market Fits
- erfolgreiche Go-to-Market-Strategien
- starke Netzwerkeffekte
- virales Wachstum
- Skalierung von Vertrieb und Marketing
- technologische oder operative Effizienzgewinne
Für Startups ist der Hockey-Stick-Effekt besonders attraktiv, da er häufig signalisiert, dass das Unternehmen eine kritische Wachstumsphase erreicht hat und sein Geschäftsmodell erfolgreich am Markt funktioniert.
Gleichzeitig ist zu beachten, dass viele Startups in frühen Finanzplänen einen Hockey-Stick-Verlauf prognostizieren, dieser jedoch nur dann realistisch ist, wenn belastbare Markt- und Wachstumsfaktoren zugrunde liegen.
Investor:innen betrachten nachhaltiges Wachstum oft positiver als kurzfristige Wachstumsspitzen ohne langfristige Stabilität.
Der Hockey-Stick-Effekt steht daher nicht nur für schnelles Wachstum, sondern idealerweise für den erfolgreichen Übergang von der Marktvalidierung in eine skalierbare Wachstumsphase.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Wachstumsstrategien zu entwickeln, Product-Market Fit zu erreichen und die Voraussetzungen für nachhaltige Skalierung und langfristigen Unternehmenserfolg zu schaffen.