Die Gross Margin, auf Deutsch Bruttomarge, ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der direkten Kosten für die Herstellung oder Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen verbleibt.
Sie zeigt, wie profitabel das Kerngeschäft eines Unternehmens arbeitet, bevor weitere Kosten wie Verwaltung, Marketing oder Personal berücksichtigt werden.
Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:
\text{Gross Margin (%)} = \frac{\text{Umsatz} – \text{Kosten der verkauften Waren}}{\text{Umsatz}} \times 100
Zu den direkten Kosten (Cost of Goods Sold, COGS) zählen beispielsweise:
- Produktionskosten
- Materialkosten
- Einkaufskosten für Waren
- direkt zurechenbare Liefer- und Herstellungskosten
Die Gross Margin hilft Unternehmen dabei:
- die Profitabilität des Kerngeschäfts zu bewerten
- Kostenstrukturen zu analysieren
- Preisstrategien zu optimieren
- die Effizienz von Produktion und Beschaffung zu messen
- Unternehmen innerhalb einer Branche zu vergleichen
Eine hohe Gross Margin deutet häufig darauf hin, dass ein Unternehmen:
- effizient produziert oder einkauft
- über Preissetzungsmacht verfügt
- attraktive Gewinnpotenziale besitzt
Eine niedrige Gross Margin kann dagegen auf:
- hohe Produktions- oder Beschaffungskosten
- starken Preisdruck im Markt
- geringe operative Effizienz
hinweisen.
Besonders bei SaaS- und digitalen Geschäftsmodellen spielen Bruttomargen eine wichtige Rolle, da Investoren häufig auf hohe Margen achten, um die langfristige Skalierbarkeit eines Unternehmens zu bewerten.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, wichtige Finanzkennzahlen wie Gross Margin zu verstehen, ihre Wirtschaftlichkeit zu analysieren und nachhaltige Geschäftsmodelle mit attraktiven Margenstrukturen aufzubauen.