Die SWOT-Analyse ist ein strategisches Planungsinstrument, mit dem Unternehmen ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken systematisch untersuchen.
Die Abkürzung SWOT steht für:
| Area | Meaning |
| Strengths | interne Stärken |
| Weaknesses | interne Schwächen |
| Opportunities | externe Chancen |
| Threats | externe Risiken |
Stärken und Schwächen beziehen sich auf interne Faktoren, die das Startup grundsätzlich selbst beeinflussen kann. Chancen und Risiken entstehen dagegen im äußeren Markt- und Unternehmensumfeld.
Typische Beispiele sind:
| Interne Faktoren | Externe Faktoren |
| Kompetenzen des Gründungsteams | neue Markttrends |
| eigene Technologie | veränderte Bedürfnisse der Kund:innen |
| available financial resources | neue Wettbewerber:innen |
| Markenbekanntheit | regulatorische Veränderungen |
| interne Prozesse | technologische Entwicklungen |
| bestehende Kontakte und Partnerschaften | neue Förder- oder Finanzierungsmöglichkeiten |
Mögliche Stärken eines Startups sind:
- erfahrene Gründer:innen
- eine innovative oder geschützte Technologie
- eine klare Positionierung
- schnelle und flexible Entscheidungsprozesse
- enge Beziehungen zu ersten Kund:innen
- a scalable business model
Typische Schwächen können sein:
- begrenzte finanzielle Ressourcen
- geringe Markenbekanntheit
- fehlende Vertriebsstrukturen
- Reliance on individual staff members
- noch nicht validierte Annahmen
- fehlende Erfahrung in wichtigen Unternehmensbereichen
Mögliche Chancen are:
- wachsende Märkte
- new technologies
- verändertes Verhalten der Kund:innen
- Kooperationen mit etablierten Unternehmen
- neue Förderprogramme
- bislang unzureichend bediente Zielgruppen
Typische Risiken are:
- zunehmender Wettbewerbsdruck
- sinkende Zahlungsbereitschaft
- rechtliche oder regulatorische Veränderungen
- technische Abhängigkeiten
- Schwierigkeiten bei der Finanzierung
- der Verlust wichtiger Kund:innen oder Partner:innen
Eine SWOT-Analyse kann Startups dabei helfen:
- die aktuelle Ausgangslage realistisch einzuschätzen
- to set strategic priorities
- Marktchancen frühzeitig zu erkennen
- Risiken und Schwachstellen sichtbar zu machen
- die eigene Positionierung zu überprüfen
- Entscheidungen gegenüber Mitarbeiter:innen, Partner:innen oder Investor:innen zu begründen
Die Analyse sollte nicht bei einer reinen Sammlung von Stichpunkten enden. Besonders hilfreich wird sie, wenn die vier Bereiche miteinander verbunden werden:
- Wie können Stärken genutzt werden, um Chancen zu ergreifen?
- Wie können Stärken helfen, Risiken zu reduzieren?
- Welche Schwächen erschweren die Nutzung bestehender Chancen?
- Welche Schwächen machen das Startup besonders anfällig für Risiken?
Ein häufiger Fehler besteht darin, sehr allgemeine Aussagen wie „gutes Team“ oder „starker Wettbewerb“ zu verwenden. Die Punkte sollten möglichst konkret, nachvollziehbar und für die jeweilige Entscheidung relevant sein.
Da sich Märkte, Teams und Geschäftsmodelle verändern, sollte die SWOT-Analyse regelmäßig aktualisiert werden. Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, ihre Ausgangslage kritisch zu bewerten, Markt- und Wettbewerbserkenntnisse einzuordnen und aus der Analyse konkrete Prioritäten für Geschäftsmodell, Positionierung, Finanzierung und Wachstum abzuleiten.