What does white labelling mean, and how can companies offer products under their own brand?

White-Labeling bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem ein Unternehmen ein bereits entwickeltes Produkt oder eine Dienstleistung von externen Anbieter:innen übernimmt und unter der eigenen Marke vertreibt.

Die ursprünglichen Hersteller:innen oder Anbieter:innen bleiben für Entwicklung, Produktion oder technischen Betrieb verantwortlich. Das vermarktende Unternehmen versieht das Angebot dagegen mit dem eigenen Namen, Logo und Design und tritt gegenüber den Kund:innen als Anbieter auf.

White-Label-Lösungen sind beispielsweise verbreitet bei:

  • Software und digitalen Plattformen
  • Apps und Online-Tools
  • Finanz- und Zahlungsdiensten
  • Kosmetik- und Pflegeprodukten
  • Lebensmitteln und Getränken
  • Kleidung und Accessoires
  • E-Commerce-Produkten
  • Beratungs- und Agenturleistungen

Wie funktioniert White-Labeling?

Der typische Ablauf sieht folgendermaßen aus:

Schritt Meaning
Produkt auswählen Ein Unternehmen findet ein bestehendes Produkt, das zur eigenen Zielgruppe und Marke passt.
Vereinbarung abschließen Hersteller:innen und Vertriebspartner:innen regeln Nutzung, Preise, Leistungen und Verantwortlichkeiten.
Angebot anpassen Logo, Farben, Verpackung, Benutzeroberfläche oder Kommunikation werden an die eigene Marke angepasst.
Produkt vermarkten Das Unternehmen verkauft die Lösung unter dem eigenen Namen an seine Kund:innen.
Leistung bereitstellen Produktion, Technik oder Betrieb bleiben häufig bei den ursprünglichen Anbieter:innen.

One example:

Ein Startup möchte seinen Geschäftskund:innen eine digitale Terminbuchung anbieten. Statt eine eigene Software zu entwickeln, nutzt es eine White-Label-Lösung. Die Benutzeroberfläche wird an das Corporate Design des Startups angepasst und erscheint für Kund:innen als Bestandteil des eigenen Angebots.

Welche Vorteile bietet White-Labeling?

White-Labeling kann Unternehmen und Startups dabei helfen:

  • schneller in den Markt einzutreten
  • Entwicklungs- und Produktionskosten zu reduzieren
  • das eigene Angebot kurzfristig zu erweitern
  • vorhandene Technologien und Infrastruktur zu nutzen
  • sich stärker auf Marketing, Vertrieb und Kund:innenbeziehungen zu konzentrieren
  • neue Geschäftsmodelle mit geringerem Anfangsaufwand zu testen
  • zusätzliche Umsätze unter der eigenen Marke zu erzielen

Besonders für junge Unternehmen kann White-Labeling sinnvoll sein, wenn Zeit, Kapital oder technische Ressourcen begrenzt sind.

Welche Nachteile und Risiken bestehen?

Trotz der Vorteile entstehen auch mögliche Herausforderungen:

  • Abhängigkeit von externen Anbieter:innen
  • begrenzte Möglichkeiten zur individuellen Anpassung
  • geringe technische oder funktionale Differenzierung
  • ähnliche Angebote bei Wettbewerber:innen
  • eingeschränkte Kontrolle über Qualität und Weiterentwicklung
  • mögliche Liefer- oder Systemausfälle
  • Abhängigkeit von Preisen und Vertragsbedingungen
  • unklare Zuständigkeiten bei Problemen oder Supportanfragen

Bietet der:die White-Label-Partner:in dieselbe Lösung mehreren Unternehmen an, kann es schwierig sein, sich allein über das Produkt vom Wettbewerb abzugrenzen. Die Positionierung muss dann stärker über Marke, Service, Zielgruppe oder ergänzende Leistungen erfolgen.

Was sollte bei einer White-Label-Vereinbarung geregelt werden?

Vor einer Zusammenarbeit sollten unter anderem folgende Punkte geklärt werden:

  • Welche Anpassungen sind möglich?
  • Wer besitzt die Rechte am Produkt und an den Daten?
  • Wer ist für Wartung und Weiterentwicklung verantwortlich?
  • Wer übernimmt Support und Reklamationen?
  • Welche Qualitäts- und Serviceanforderungen gelten?
  • Gibt es Mindestabnahmemengen oder feste Laufzeiten?
  • Darf die Lösung auch Wettbewerber:innen angeboten werden?
  • Wie können Preise verändert werden?
  • Was passiert bei einer Vertragsbeendigung?
  • Können Kund:innen oder Daten zu anderen Anbieter:innen übertragen werden?

Bei digitalen White-Label-Lösungen sind außerdem Datenschutz, IT-Sicherheit, Verfügbarkeit und Schnittstellen besonders relevant.

Was ist der Unterschied zwischen White-Labeling und Private Label?

Die Begriffe werden teilweise ähnlich verwendet, können aber unterschiedliche Schwerpunkte haben:

White Label Private Label
meist weitgehend standardisiertes Produkt häufig stärker für eine bestimmte Marke angepasst
kann mehreren Unternehmen angeboten werden wird oft exklusiver für einzelne Händler:innen entwickelt
Anpassung vor allem bei Marke und Design zusätzliche Anpassungen bei Rezeptur, Ausstattung oder Funktionen möglich
häufig bei Software und digitalen Diensten besonders verbreitet bei Konsumgütern und Handelsmarken

Die genaue Abgrenzung hängt jedoch von Branche und Vertragsgestaltung ab.

Für welche Startups eignet sich White-Labeling?

White-Labeling kann besonders geeignet sein, wenn ein Startup:

  • sein Angebot schnell erweitern möchte
  • eine Lösung zunächst am Markt testen will
  • keine eigene Produktion oder Technologie aufbauen kann
  • ein bestehendes Produkt durch Beratung oder Service ergänzt
  • Zugang zu einer klar definierten Zielgruppe besitzt
  • eine starke Marke oder einen guten Vertriebskanal aufgebaut hat

Ein häufiger Fehler besteht darin, eine White-Label-Lösung ohne ausreichende Qualitätsprüfung in das eigene Angebot aufzunehmen. Auch wenn das Produkt extern entwickelt oder hergestellt wird, verbinden Kund:innen mögliche Fehler mit der sichtbaren Marke des verkaufenden Unternehmens.

Startups sollten deshalb prüfen, ob die Lösung zuverlässig funktioniert, zur eigenen Positionierung passt und langfristig wirtschaftlich angeboten werden kann.

Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, White-Labeling als mögliche Geschäftsmodell- oder Markteintrittsstrategie einzuordnen, geeignete Unternehmenspartner:innen zu identifizieren und Chancen sowie Abhängigkeiten einer Zusammenarbeit zu bewerten. Dabei kann auch geprüft werden, wie sich das Angebot trotz einer externen Basis klar gegenüber Wettbewerber:innen positionieren lässt.

A focus on five key technologies

The Rhine-Neckar Digital Hub focuses on five areas of technology that are of particular importance to the region’s competitiveness:

    • Artificial Intelligence (AI): Use in production, logistics, quality management and data-driven services
    • Cyber security: Critical infrastructure protection, industrial IT security and secure data rooms
    • Industry Tech: IoT applications, sensor technology, automation, data analysis and networked production processes
    • Sustainability and energy efficiency: CO₂ reporting, energy-saving potential in production and buildings, and drivers for the circular economy – all measurable through key digital technologies
    • The Metaverse and Extended Reality (XR): Virtual and augmented reality as platforms for collaboration, training and product development, digital twins and immersive experiences

AI-powered matching platform: The right partner at the touch of a button

A key component of the Rhine-Neckar Digital Hub is the AI-powered matching feature. Companies and start-ups can describe their specific requirements or technology needs. The AI then identifies suitable Contact person and offers from the region’s partner network.

The aim is to match a specific need with a suitable contact as quickly as possible, and for this to lead to a concrete collaboration.

Events, funding opportunities and venues all in one place

In addition to AI-powered matching, the Rhein-Neckar Digital Hub provides a continuously updated overview of regional events, funding opportunities and workshops.

Also available Spaces for meetings, co-working and innovation projects across the entire metropolitan region are consolidated on the platform.

In this way, the Digital Hub makes the region’s various services and areas of expertise visible and accessible via a single digital portal.

Working together for innovation in the Rhine-Neckar metropolitan region

The Rhine-Neckar Digital Hub is supported by a regional network. Consortium partners are the innoWerft, the City of Mannheim and the 5-HT Chemistry & Health.

As associated partners support the Heidelberg Technology Park, the IHK Rhine-Neckar, the Economic Development Unit of the Rhein-Neckar District Office, the Heidelberg Economic Development Agency, the Rhine-Neckar Metropolitan Region, the Mannheim University of Applied Sciencesthe NEXT MANNHEIM and that Smart Industries Network the project.

Together, the partners bring together regional expertise and services relating to key digital technologies.

The project is funded by the Ministry of Economic Affairs, Skilled Trades and Tourism of Baden-Württemberg promoted.

Discover the Rhine-Neckar Digital Hub now

The Rhein-Neckar Digital Hub provides start-ups, businesses and research organisations with shared digital access to services and expertise relating to key technologies in the metropolitan region.

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