Viele Gründer:innen kennen das Gefühl: Das Geld auf dem Konto schmilzt dahin, die nächste Finanzierungsrunde ist noch nicht sicher – und plötzlich wird jeder Monat zum Risiko. Der/Die Investor:in überlegt, zieht die Entscheidung hinaus oder will erst „noch ein paar Zahlen“ sehen. In dieser Phase entscheidet sich oft, ob ein Startup überlebt oder nicht.
Das Problem: Cashflow-Engpässe entstehen selten über Nacht. Meist kündigen sie sich früh an – aber viele Gründer:innen merken es zu spät.
Typische Warnsignale
Ein drohender Liquiditätsengpass zeigt sich oft in kleinen, unscheinbaren Anzeichen:
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- Zahlungen von Kund:innen kommen später als geplant.
- Geplante Fördermittel verzögern sich.
- Fixkosten bleiben stabil, aber der Umsatz stagniert.
- Man schiebt die Liquiditätsplanung „auf nächste Woche“.
- Das Team vertraut darauf, dass die Investor:innen „schon bald unterschreiben“.
Wer diese Anzeichen übersieht, riskiert, in eine Finanzierungslücke zu rutschen – und dann wird es teuer, hektisch oder beides.
Warum gerade Early-Stage-Startups besonders gefährdet sind
Frühphasen-Startups haben oft nur eine knappe Finanzdecke und wenige Einnahmequellen. Eine verspätete Zahlung oder eine verschobene Zusage kann schnell das ganze Konstrukt ins Wanken bringen.
Hinzu kommt: Viele Gründer:innen konzentrieren sich zu Recht auf Produkt und Kund:innen – aber zu wenig auf den Cashflow. Dabei ist Liquidität die Lebensader des Startups. Ein guter Pitch nützt nichts, wenn das Konto leer ist, bevor der/die Investor:in unterschreibt.
So bleibst du handlungsfähig
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- Baue eine einfache Liquiditätsvorschau: Schon eine einfache Excel-Tabelle mit allen erwarteten Ein- und Auszahlungen für die nächsten sechs Monate hilft, Engpässe früh zu sehen.
- Kommuniziere transparent mit Investoren: Niemand mag Überraschungen. Frühzeitige Offenheit schafft Vertrauen und Handlungsspielraum.
- Plane Puffer ein: Geh immer davon aus, dass Finanzierungsrunden länger dauern. Ein Polster von 3 Monaten kann entscheidend sein.
- Schaffe Zwischenfinanzierungen: Kurzfristige Förderprogramme, Wandeldarlehen oder Bridge-Finanzierungen können helfen, Lücken zu überbrücken.
- Reduziere rechtzeitig variable Kosten: Statt hektisch in der Krise zu sparen, kannst du früh prüfen, welche Ausgaben flexibel sind.
Frühwarnsystem: Erkenne Engpässe, bevor sie gefährlich werden
Wir bieten Dir dazu eine praktische Checkliste zum Download, mit der Du Runway, Cashflow, Fixkosten, etc. Im Blick behalten kannst. Denn eines ist klar: Kapital ist knapp – aber gute Vorbereitung ist unbezahlbar.