Price Sensitivity, auf Deutsch Preissensitivität, beschreibt, wie stark Kund:innen auf Preisänderungen bei einem Produkt oder einer Dienstleistung reagieren.
Eine hohe Preissensitivität bedeutet, dass bereits kleine Preissteigerungen die Kaufentscheidung beeinflussen können. Kund:innen verzichten dann möglicherweise auf den Kauf, wählen eine günstigere Alternative oder wechseln zu Wettbewerber:innen.
Bei einer geringen Preissensitivität spielen andere Faktoren eine größere Rolle, zum Beispiel:
- Qualität des Produkts
- Vertrauen in die Marke
- Kundenservice
- Benutzerfreundlichkeit
- Zeitersparnis
- fehlende Alternativen
- Dringlichkeit des Problems
Die Preissensitivität kann je nach Zielgruppe, Markt und Produkt unterschiedlich ausfallen. Geschäftskund:innen reagieren beispielsweise häufig anders auf Preise als Privatkund:innen. Auch innerhalb einer Zielgruppe können sich Zahlungsbereitschaft und Erwartungen der Kund:innen stark unterscheiden.
Für Startups ist das Verständnis der Preissensitivität wichtig, um:
- einen passenden Preis festzulegen
- verschiedene Preismodelle zu entwickeln
- Rabatte sinnvoll einzusetzen
- Zielgruppen genauer anzusprechen
- den wahrgenommenen Nutzen des Angebots zu erhöhen
- die Positionierung gegenüber Wettbewerber:innen zu schärfen
Um die Preissensitivität zu untersuchen, können Startups unter anderem Interviews mit Kund:innen, Umfragen, Preisexperimente oder A/B-Tests durchführen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Frage, welchen Preis Kund:innen akzeptieren, sondern auch, welchen Nutzen sie mit dem Angebot verbinden.
Eine hohe Preissensitivität muss nicht automatisch bedeuten, dass der Preis zu hoch ist. Möglicherweise wird der Mehrwert des Produkts noch nicht deutlich genug kommuniziert oder das Angebot richtet sich an die falsche Zielgruppe.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, ihre Zielgruppen besser zu verstehen, Preisannahmen zu überprüfen und Geschäfts- sowie Preismodelle anhand des Feedbacks potenzieller Kund:innen weiterzuentwickeln.