Was sind Hurdle Shares und wie werden sie eingesetzt?

Hurdle Shares sind spezielle Beteiligungsinstrumente, bei denen die wirtschaftliche Beteiligung an einem Unternehmen an das Erreichen bestimmter Schwellenwerte („Hurdles“) geknüpft ist. Sie werden vor allem im Umfeld von Unternehmensbeteiligungen, Management-Beteiligungsprogrammen und Wachstumsunternehmen eingesetzt.

Der Begriff „Hurdle“ bezeichnet dabei eine vorher definierte Zielgröße, die erreicht werden muss, bevor bestimmte Beteiligungsrechte oder wirtschaftliche Vorteile wirksam werden.

Typische Hurdles können sein:

  • eine bestimmte Unternehmensbewertung
  • ein definierter Unternehmenswert beim Exit
  • Umsatz- oder Gewinnziele
  • das Erreichen bestimmter Renditen für Investor:innen

Hurdle Shares werden häufig genutzt, um die Interessen von Gründer:innen, Management und Investor:innen miteinander in Einklang zu bringen.

Typische Vorteile von Hurdle Shares sind:

  • leistungsabhängige Beteiligung am Unternehmenswert
  • Anreiz zur langfristigen Wertsteigerung
  • bessere Ausrichtung der Interessen aller Beteiligten
  • Möglichkeit, Beteiligungsprogramme flexibel zu gestalten

Ein typisches Beispiel:

Erhalten Mitarbeitende oder Mitgründer:innen Hurdle Shares mit einer Schwelle von 10 Millionen Euro Unternehmenswert, partizipieren sie möglicherweise erst an einer Wertsteigerung, die über diese Grenze hinausgeht. Der bereits vorhandene Unternehmenswert bleibt zunächst den ursprünglichen Anteilseigner:innen oder Investor:innen vorbehalten.

Im Startup- und Venture-Capital-Umfeld werden Hurdle-Strukturen häufig im Zusammenhang mit:

  • Management-Beteiligungsprogrammen (MIP)
  • ESOP-ähnlichen Modellen
  • Private-Equity-Transaktionen
  • Wachstums- und Exit-Szenarien

eingesetzt.

Da die konkrete Ausgestaltung von Hurdle Shares rechtlich und wirtschaftlich sehr unterschiedlich sein kann, sollten die jeweiligen Vertragsbedingungen sorgfältig geprüft werden. Insbesondere die Definition der Hurdle, die Berechnung der Beteiligung sowie mögliche Verwässerungs- und Exit-Regelungen sind entscheidend für die tatsächliche wirtschaftliche Wirkung.

Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Beteiligungsmodelle zu verstehen, Anreizsysteme strategisch zu gestalten und Finanzierungs- sowie Beteiligungsstrukturen so aufzubauen, dass sie nachhaltiges Wachstum und langfristige Wertschöpfung fördern.

Fünf Schlüsseltechnologien im Fokus

Der Digital Hub Rhein-Neckar konzentriert sich auf fünf Technologiefelder, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Region von besonderer Bedeutung sind:

    • Künstliche Intelligenz (KI): Einsatz in Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement und datengetriebenen Services
    • Cybersicherheit: Schutz kritischer Infrastrukturen, industrielle IT-Sicherheit und sichere Datenräume
    • Industry Tech: IoT-Anwendungen, Sensorik, Automatisierung, Datenanalyse und vernetzte Produktionsprozesse
    • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: CO₂-Reporting, Energieeinsparungspotenziale in Produktion und Gebäuden sowie Treiber für die Kreislaufwirtschaft – messbar durch digitale Schlüsseltechnologien
    • Metaverse und Extended Reality (XR): Virtuelle und erweiterte Realitäten als Plattformen für Zusammenarbeit, Schulung und Produktentwicklung, digitale Zwillinge und immersive Erlebnisse

KI-gestützte Matching-Plattform: Der richtige Partner auf Knopfdruck

Ein Herzstück des Digital Hub Rhein-Neckar ist die KI-gestützte Matching-Funktion. Unternehmen und Startups können ihr konkretes Anliegen oder ihren Technologiebedarf beschreiben. Die KI identifiziert daraufhin passende Ansprechpartner und Angebote aus dem Partnernetzwerk der Region.

So soll aus einem konkreten Bedarf möglichst schnell ein passender Kontakt und daraus eine konkrete Zusammenarbeit entstehen.

Events, Förderangebote und Räume gebündelt

Neben dem KI-gestützten Matching bietet der Digital Hub Rhein-Neckar eine laufend aktualisierte Übersicht über regionale Veranstaltungen, Förderangebote und Workshops.

Auch verfügbare Räumlichkeiten für Begegnungen, Co-Working und Innovationsprojekte in der gesamten Metropolregion werden auf der Plattform gebündelt.

Damit macht der Digital Hub verschiedene Angebote und Kompetenzen der Region über einen gemeinsamen digitalen Zugang sichtbar und zugänglich.

Gemeinsam für Innovation in der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Digital Hub Rhein-Neckar wird von einem regionalen Netzwerk getragen. Konsortialpartner sind die innoWerft, die Stadt Mannheim und die 5-HT Chemistry & Health.

Als assoziierte Partner unterstützen der Technologiepark Heidelberg, die IHK Rhein-Neckar, die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, die Wirtschaftsförderung Heidelberg, die Metropolregion Rhein-Neckar, die Technische Hochschule Mannheim, der NEXT MANNHEIM und das Netzwerk Smart Industries das Projekt.

Gemeinsam bringen die Partner regionale Kompetenzen und Angebote rund um digitale Schlüsseltechnologien zusammen.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.

Jetzt den Digital Hub Rhein-Neckar entdecken

Der Digital Hub Rhein-Neckar bietet Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen gemeinsamen digitalen Zugang zu Angeboten und Expertise rund um zentrale Schlüsseltechnologien in der Metropolregion.

Du bist Gründer:in und möchtest den Digital Hub für Dein Startup nutzen? Entdecke die Plattform und finde heraus, welche Angebote und Kontakte für Deine Idee relevant sein könnten!