Was bedeutet Serviceable Available Market ?

SAM steht für Serviceable Available Market und bezeichnet den Teil des gesamten Marktes, den ein Startup mit seinem aktuellen Produkt, Geschäftsmodell und Leistungsangebot grundsätzlich bedienen kann.

Der SAM ist kleiner als der gesamte theoretische Markt, da bestimmte Einschränkungen berücksichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • geografische Märkte
  • angebotene Funktionen und Leistungen
  • adressierte Branchen
  • Zielgruppen und Kund:innensegmente
  • technische Voraussetzungen
  • rechtliche oder regulatorische Rahmenbedingungen
  • bestehende Vertriebs- und Geschäftsmodelle

Ein Beispiel:

Ein Startup entwickelt eine digitale Buchhaltungslösung für kleine Unternehmen. Der weltweite Markt für Buchhaltungssoftware bildet den gesamten potenziellen Markt. Wenn das Produkt zunächst nur für kleine Unternehmen in Deutschland verfügbar ist, entspricht dieser Teil dem SAM.

Der SAM ist Teil der Marktgrößenanalyse mit TAM und SOM:

Kennzahl Bedeutung
TAM Total Addressable Market: gesamter theoretisch möglicher Markt
SAM Serviceable Available Market: Markt, den das Unternehmen mit seinem Angebot grundsätzlich bedienen kann
SOM Serviceable Obtainable Market: Marktanteil, den das Unternehmen realistisch erreichen kann

Die Analyse des SAM hilft Startups dabei:

  • das erreichbare Marktpotenzial einzuschätzen
  • relevante Kund:innengruppen zu identifizieren
  • Marketing und Vertrieb gezielter auszurichten
  • geografische oder branchenspezifische Märkte zu priorisieren
  • Wachstumsstrategien zu entwickeln
  • Investor:innen das Marktpotenzial nachvollziehbar darzustellen

Zur Berechnung können Startups unterschiedliche Ansätze verwenden:

  • Anzahl potenzieller Kund:innen multipliziert mit dem erwarteten Umsatz pro Kund:in
  • Auswertung von Branchen- und Marktdaten
  • Analyse vergleichbarer Unternehmen
  • Hochrechnung auf Basis erster Kund:innen- und Verkaufsdaten
  • Unterteilung des Gesamtmarkts nach Regionen, Branchen oder Unternehmensgrößen

Ein häufiger Fehler besteht darin, den SAM zu breit zu definieren. Nicht alle Kund:innen, die grundsätzlich ein Problem haben, können mit dem aktuellen Produkt tatsächlich erreicht oder bedient werden. Annahmen sollten deshalb möglichst mit nachvollziehbaren Daten und klaren Kriterien begründet werden.

Der SAM kann sich im Laufe der Unternehmensentwicklung vergrößern, etwa durch neue Funktionen, zusätzliche Zielgruppen, weitere Vertriebskanäle oder die Expansion in andere Länder.

Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Zielmärkte und Kund:innensegmente einzugrenzen, Marktpotenziale realistisch zu bewerten und TAM, SAM und SOM für Geschäftsplanung, Wachstum und Gespräche mit Investor:innen verständlich aufzubereiten.

Fünf Schlüsseltechnologien im Fokus

Der Digital Hub Rhein-Neckar konzentriert sich auf fünf Technologiefelder, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Region von besonderer Bedeutung sind:

    • Künstliche Intelligenz (KI): Einsatz in Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement und datengetriebenen Services
    • Cybersicherheit: Schutz kritischer Infrastrukturen, industrielle IT-Sicherheit und sichere Datenräume
    • Industry Tech: IoT-Anwendungen, Sensorik, Automatisierung, Datenanalyse und vernetzte Produktionsprozesse
    • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: CO₂-Reporting, Energieeinsparungspotenziale in Produktion und Gebäuden sowie Treiber für die Kreislaufwirtschaft – messbar durch digitale Schlüsseltechnologien
    • Metaverse und Extended Reality (XR): Virtuelle und erweiterte Realitäten als Plattformen für Zusammenarbeit, Schulung und Produktentwicklung, digitale Zwillinge und immersive Erlebnisse

KI-gestützte Matching-Plattform: Der richtige Partner auf Knopfdruck

Ein Herzstück des Digital Hub Rhein-Neckar ist die KI-gestützte Matching-Funktion. Unternehmen und Startups können ihr konkretes Anliegen oder ihren Technologiebedarf beschreiben. Die KI identifiziert daraufhin passende Ansprechpartner und Angebote aus dem Partnernetzwerk der Region.

So soll aus einem konkreten Bedarf möglichst schnell ein passender Kontakt und daraus eine konkrete Zusammenarbeit entstehen.

Events, Förderangebote und Räume gebündelt

Neben dem KI-gestützten Matching bietet der Digital Hub Rhein-Neckar eine laufend aktualisierte Übersicht über regionale Veranstaltungen, Förderangebote und Workshops.

Auch verfügbare Räumlichkeiten für Begegnungen, Co-Working und Innovationsprojekte in der gesamten Metropolregion werden auf der Plattform gebündelt.

Damit macht der Digital Hub verschiedene Angebote und Kompetenzen der Region über einen gemeinsamen digitalen Zugang sichtbar und zugänglich.

Gemeinsam für Innovation in der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Digital Hub Rhein-Neckar wird von einem regionalen Netzwerk getragen. Konsortialpartner sind die innoWerft, die Stadt Mannheim und die 5-HT Chemistry & Health.

Als assoziierte Partner unterstützen der Technologiepark Heidelberg, die IHK Rhein-Neckar, die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, die Wirtschaftsförderung Heidelberg, die Metropolregion Rhein-Neckar, die Technische Hochschule Mannheim, der NEXT MANNHEIM und das Netzwerk Smart Industries das Projekt.

Gemeinsam bringen die Partner regionale Kompetenzen und Angebote rund um digitale Schlüsseltechnologien zusammen.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.

Jetzt den Digital Hub Rhein-Neckar entdecken

Der Digital Hub Rhein-Neckar bietet Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen gemeinsamen digitalen Zugang zu Angeboten und Expertise rund um zentrale Schlüsseltechnologien in der Metropolregion.

Du bist Gründer:in und möchtest den Digital Hub für Dein Startup nutzen? Entdecke die Plattform und finde heraus, welche Angebote und Kontakte für Deine Idee relevant sein könnten!