Als die Stadt Walldorf, die SAP SE und das FZI Forschungszentrum Informatik im Jahr 2010 die innoWerft gründeten, stand dahinter eine klare Überzeugung: Gute Ideen brauchen mehr als gute Wünsche. Sie brauchen Zugang zu Erfahrung, Netzwerken, Kapital und ersten Kunden.
15 Jahre später ist aus dieser Idee ein etablierter Akteur im Startup-Ökosystem geworden.
Von der Gründungsidee zum Startup-Netzwerk
Seit ihrer Gründung begleitet die innoWerft technologieorientierte B2B-Startups in frühen Unternehmensphasen. Sie unterstützt Gründerinnen und Gründer dabei, Geschäftsmodelle zu schärfen, erste Kunden zu gewinnen, Vertriebsstrategien zu entwickeln und Finanzierungspartner zu finden.
Aus dem ursprünglichen Fördergedanken ist über die Jahre ein umfassendes Netzwerk entstanden. Die innoWerft versteht sich heute nicht nur als Accelerator, sondern zugleich als Investor, Sparringspartner, Türöffner und Brückenbauer zwischen Startups, etablierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kapitalgebern.
Aktuell begleitet sie 25 Startups in unterschiedlichen Entwicklungsphasen, beschäftigt 18 Mitarbeitende und arbeitet mit einem Netzwerk von rund 350 Investment-Partnern zusammen. Über ihre Programme erreicht die innoWerft jährlich rund 200 B2B-Tech-Startups.
Diese Zahlen zeigen die Entwicklung der vergangenen Jahre. Die eigentliche Geschichte der innoWerft erzählen jedoch die Menschen dahinter: Gründerteams, die aus einer technologischen Idee ein tragfähiges Unternehmen entwickeln; Mentorinnen und Mentoren, die ihre Erfahrung weitergeben; Investorinnen und Investoren, die früh Vertrauen schenken; und Partner, die Zugänge zu Märkten und Netzwerken schaffen.
Innovation entsteht im Zusammenspiel
„15 Jahre innoWerft stehen für Mut, Ideen, Unternehmergeist und Zukunft“, betonte Walldorfs Bürgermeister Matthias Renschler im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung. Die innoWerft habe sich zu einem wichtigen Motor für wirtschaftliche Entwicklung entwickelt und zeige, dass Innovation nicht irgendwo, sondern vor Ort entstehe – in einem Umfeld, das Neues nicht nur begrüße, sondern aktiv ermögliche.
Gerade die Verbindung von kommunalem Engagement, unternehmerischer Erfahrung und wissenschaftlicher Kompetenz gilt als eine wesentliche Stärke des Modells. Die drei Gesellschafter Stadt Walldorf, SAP und FZI bringen unterschiedliche Perspektiven ein und verfolgen dennoch ein gemeinsames Ziel: innovative Gründerinnen und Gründer frühzeitig zu unterstützen.
Auch Sebastian Behrendt, Mitglied des erweiterten Vorstands von SAP, hob in seinem Grußwort die Bedeutung dieses Zusammenspiels hervor. Innovation entstehe im Verbund, nicht im Alleingang. Die Partnerschaft mit der innoWerft ermögliche es, jungen Unternehmen Türen zu Wissen, Kapital und Netzwerken zu öffnen. Gleichzeitig profitierten auch etablierte Unternehmen von neuen Technologien, externen Perspektiven und unternehmerischem Denken.
So wirkt die Zusammenarbeit in beide Richtungen: Startups erhalten Zugang zu etablierten Strukturen, während Unternehmen frühzeitig mit neuen Lösungen, Geschäftsmodellen und Gründerpersönlichkeiten in Kontakt kommen.
Erfolge mit Substanz
Zur Entwicklung der innoWerft gehören inzwischen auch erste erfolgreiche Exits. Sie zeigen, dass aus gezielter Förderung wirtschaftliche Wertschöpfung entstehen kann.
Gleichzeitig bleibt die innoWerft ihrem ursprünglichen Auftrag verpflichtet. Sie ist kein rein renditegetriebenes Beteiligungsunternehmen, sondern ein Instrument der Innovations- und Wirtschaftsförderung. Ihr Erfolg bemisst sich deshalb nicht allein an Beteiligungsverkäufen oder finanziellen Kennzahlen, sondern ebenso an neu entstandenen Unternehmen, geschaffenen Arbeitsplätzen, aufgebauten Netzwerken und langfristigen Kooperationen.
Gerade diese langfristige Perspektive hat dazu beigetragen, dass sich die innoWerft über die Region hinaus einen Namen machen konnte.
Ein Jubiläum mit Blick nach vorn
Das 15-jährige Bestehen markiert deshalb keinen Abschluss, sondern eine Zwischenetappe.
Die kommenden Jahre werden neue Anforderungen an Startups und Innovationsförderer stellen. Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerbsdruck verändern Märkte und Geschäftsmodelle in hoher Geschwindigkeit.
Umso wichtiger sind Orte, an denen neue Ideen früh getestet, weiterentwickelt und mit den richtigen Partnern zusammengebracht werden können.
Die innoWerft will auch künftig genau ein solcher Ort sein: ein Ort für unternehmerischen Mut, für Zusammenarbeit und für die Entwicklung von Technologien, die neue Märkte prägen können.
Das Jubiläum würdigte deshalb nicht nur die vergangenen 15 Jahre. Es war zugleich ein Bekenntnis zu dem, was die innoWerft seit ihrer Gründung ausmacht: Innovation entsteht dort, wo Menschen ihr Wissen teilen, Türen öffnen und gemeinsam Verantwortung für neue Ideen übernehmen.
Über die innoWerft
Die innoWerft ist ein Startup-Accelerator und Frühphaseninvestor mit Sitz in Walldorf. Sie unterstützt technologieorientierte B2B-Startups bei der Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle, beim Markteintritt, im Vertrieb sowie beim Zugang zu Kunden, Kapital und Netzwerken.
Gesellschafter der innoWerft sind die Stadt Walldorf, die SAP SE und das FZI Forschungszentrum Informatik. Ziel ist es, innovative Gründungsvorhaben langfristig zu stärken, Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen zu fördern und einen nachhaltigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Innovationsstandorts zu leisten.