Was bedeutet Private Equity?

Private Equity bezeichnet Beteiligungskapital, das in nicht börsennotierte Unternehmen investiert wird. Private-Equity-Gesellschaften, Fonds oder andere Investor:innen erwerben dabei Unternehmensanteile mit dem Ziel, den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern.

Im Unterschied zu einem klassischen Kredit erhalten die Kapitalgeber:innen eine direkte Beteiligung am Unternehmen. Häufig bringen sie neben Kapital auch strategisches Wissen, Netzwerke und Managementerfahrung ein.

Typische Formen von Private Equity sind:

  • Wachstumsfinanzierung: Kapital für Expansion, Internationalisierung oder neue Geschäftsbereiche
  • Buy-out: vollständige oder mehrheitliche Übernahme eines Unternehmens
  • Management-Buy-out: Übernahme durch das bestehende Management
  • Management-Buy-in: Übernahme durch externe Manager:innen
  • Turnaround-Finanzierung: Kapital und Unterstützung für Unternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Situation

Private-Equity-Investor:innen verfolgen in der Regel das Ziel, das Unternehmen über mehrere Jahre weiterzuentwickeln und ihre Beteiligung anschließend mit Gewinn zu verkaufen. Dieser Verkauf wird als Exit bezeichnet.

Mögliche Maßnahmen zur Wertsteigerung sind:

  • Geschäftsprozesse optimieren
  • neue Märkte erschließen
  • Umsatz und Profitabilität steigern
  • das Management erweitern
  • zusätzliche Unternehmen übernehmen
  • Produkte oder Geschäftsmodelle weiterentwickeln

Für Unternehmen kann Private Equity folgende Vorteile bieten:

  • Zugang zu größeren Kapitalbeträgen
  • strategische und operative Unterstützung
  • zusätzliche Branchenkenntnisse
  • Zugang zu relevanten Netzwerken
  • schnellere Umsetzung von Wachstumsplänen

Gleichzeitig sind auch mögliche Nachteile zu berücksichtigen:

  • Abgabe von Unternehmensanteilen
  • Mitspracherechte der Investor:innen
  • hoher Wachstums- und Renditedruck
  • mögliche Veränderungen in Strategie oder Management
  • Vorbereitung auf einen späteren Exit

Private Equity richtet sich meist an etabliertere Unternehmen mit belastbarem Geschäftsmodell und erkennbarem Wachstumspotenzial. Junge Startups werden dagegen häufiger durch Venture Capital finanziert, das ebenfalls eine Form von Beteiligungskapital ist, aber einen stärkeren Fokus auf frühe und risikoreiche Unternehmensphasen legt.

Die innoWerft unterstützt Gründer:innen und Unternehmen dabei, unterschiedliche Finanzierungsformen einzuordnen, passende Kapitalgeber:innen zu identifizieren und sich strategisch auf Gespräche mit Investor:innen vorzubereiten.