„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ – Albert Einstein

Unser jüngstes Event fand, im Rahmen des LEADER-Projekts: „InnovationsPartnerschaften Kraichgau“ am 26. Juli bei uns, in der innoWerft, statt. Das Besondere daran: Nicht die Startups haben ihre Produkte gepitcht – diesmal waren es die Mittelständler:innen, die eine Minute Zeit bekamen, um die Geschäftsmodelle der Jungunternehmer:innen vor einem großen Publikum möglichst überzeugend zu bewerben.

„Der deutsche Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft.“ – Diesen oder ähnliche Sätze hat wohl jeder schon einmal gehört – und, dass es dem deutschen Mittelstand an digitaler Innovationskraft mangele. Daher machen wir, von der innoWerft, gemeinsam mit dem HubWerk01 aus Bruchsal das Projekt InnovationsPartnerschaften von Unternehmen und Startups im Kraichgau. Träger des Projektes ist die Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises in Partnerschaft mit der regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal (WFG). Gemeinsam initiieren und begleiten wir Co-Innovationsprojekte mit der mittelständischen Industrie, insbesondere im ländlichen Raum. Gemeinsam wollen wir über den Tellerrand hinausblicken und dort nach Lösungen suchen, um die Innovationskraft des deutschen Mittelstandes zu stärken.

Das Netzwerktreffen für Mittelstand und Startups war ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Mit dabei waren rund 80 Vertreter:innen aus mittelständischen Unternehmen, aus der regionalen und kommunalen Wirtschaftsförderung, unseres Marketingpartners, des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft und der IHK Rhein-Neckar sowie die Gründerinnen und Gründer von zwölf ausgewählten Startups. Ziel der Veranstaltung war es, die Erfahrungen aus den bisher im Rahmen von InnoPartner gestarteten Co-Innovationsprojekten zu teilen und Mittelstand und Startups für weitere Projekte zusammenzubringen.

Auf der Startup-Rallye hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich einen Überblick über die ausstellenden Startups zu verschaffen, die Gründerinnen und Gründer kennenzulernen und sich über die innovativen Geschäftsmodelle zu informieren. Hier war ein aufmerksames Ohr gefragt, denn im Anschluss ging es in die Präsentationsrunde. 60 Sekunden hatten die mittelständischen Industrievertreter:innen Zeit, „ihr“ Startup vor dem Publikum zu pitchen.  Gar nicht so einfach – und doch von allen bravourös gelöst.

Mit diese Format – auch für uns ein Novum und ein Wagnis – bekommen die Matching-Gespräche noch einmal eine ganz andere Bedeutung: Berührungsängste wurden schnell beiseitegeschoben, es wurden Fragen über Fragen gestellt und auch bei den Präsentationen lag Spannung in der Luft, die sich bis zum Ende der Veranstaltung hingezogen hat. Nicht nur die Vertreter:innen der Unternehmen und Institutionen waren vom neuen Veranstaltungsformat sehr angetan, auch die Startups waren begeistert.

„Neue Technologien und Methoden helfen Betrieben, die Polykrise zu meistern. Wir unterstützen sie dabei mit dem Projekt InnovationsPartnerschaften, indem wir sie zielgenau mit Startups zusammenbringen“ – sagte auch Sven Weigt, Gesellschafter der WFG und Bürgermeister der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard.

Dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war, spiegeln die InnoPartner-Projekte wider, deren aktueller Stand beim Netzwerktreffen vorgestellt wurde: „Die UBP beispielsweise hat sich gemeinsam mit einem Freiburger Startup aufgemacht, den Entwicklungsprozess für kommunale Energiekonzepte digital neu aufzustellen. Oder Junker Filter, die sich mit einem Dresdner Startup aufmachen, mit einer mittelstandstauglichen Toolbox das Know-how der Köpfe im Betrieb zu halten und auch zwischen den Abteilungen besser zugänglich zu machen. Die NSG Nakagawa + Sauer Co. GmbH aus Helmstadt-Bargen, ein Hersteller von Schalldämpfer-Komponenten für Verbrennungsmotoren, hat im Laufe des Projektes eine steile Lernkurve durchlaufen und mit Startup-Methoden ein komplett neues Produkt entwickelt.“ – So heißt es in der offiziellen Pressemitteilung zu dem Event.

Das Konzept der InnovationsPartnerschaften wurde von der Projektleiterin Julia Sliwinski von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises gemeinsam mit Peter Gräser von der innoWerft und Stefan Huber von der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal vorgestellt. Es bietet Unternehmen eine individuelle Begleitung mit fachlicher Unterstützung der Projektpartner:innen und finanzieller Förderung aus EU-Mitteln. Weitere Informationen dazu  gibt es auf der Projektwebsite oder von Peter Gräser (peter.graeser@innowerft.com).

Übrigens: Mittelständische Unternehmen mit Sitz im Kraichgau, die sich für das Förderprojekt bewerben möchten, haben dazu noch bis zum 31. August Zeit! Worauf also warten?

LEADER-Kraichgau, Projekt Innovationspartnerschaften