Der Profitabilitätsindex, kurz PI, ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Bewertung von Investitionen. Er zeigt, wie viel wirtschaftlicher Rückfluss im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erwartet wird.
Die grundlegende Berechnung lautet:
Profitabilitätsindex = Barwert der erwarteten Rückflüsse ÷ Investitionskosten
Alternativ kann der Profitabilitätsindex anhand des Kapitalwerts berechnet werden:
Profitabilitätsindex = (Kapitalwert + Investitionskosten) ÷ Investitionskosten
Das Ergebnis wird folgendermaßen eingeordnet:
| Profitabilitätsindex | Bedeutung |
| größer als 1 | Die erwarteten Rückflüsse übersteigen die Investitionskosten. |
| gleich 1 | Die Investition deckt voraussichtlich genau die eingesetzten Kosten. |
| kleiner als 1 | Die erwarteten Rückflüsse liegen unter den Investitionskosten. |
Ein Beispiel:
| Kennzahl | Betrag |
| Investitionskosten | 100.000 € |
| Barwert der erwarteten Rückflüsse | 125.000 € |
| Profitabilitätsindex | 1,25 |
Ein Profitabilitätsindex von 1,25 bedeutet, dass je investiertem Euro ein abgezinster Rückfluss von 1,25 Euro erwartet wird.
Der Profitabilitätsindex hilft Unternehmen und Startups dabei:
- verschiedene Investitionsprojekte zu vergleichen
- knappe finanzielle Mittel gezielt einzusetzen
- wirtschaftlich attraktive Projekte zu priorisieren
- Investitionsentscheidungen nachvollziehbar zu begründen
- unterschiedliche Projektgrößen besser einzuordnen
Besonders hilfreich ist die Kennzahl, wenn mehrere Projekte zur Auswahl stehen, aber nicht genügend Kapital für alle Investitionen vorhanden ist. Ein höherer Profitabilitätsindex deutet grundsätzlich auf ein günstigeres Verhältnis zwischen erwartetem Rückfluss und Kapitaleinsatz hin.
Der Profitabilitätsindex sollte jedoch nicht allein betrachtet werden. Auch Risiken, Laufzeiten, strategische Ziele und die zugrunde liegenden Annahmen können die Investitionsentscheidung beeinflussen. Gerade bei jungen Startups sind zukünftige Umsätze und Rückflüsse häufig nur schwer vorherzusagen.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Investitionsvorhaben und Geschäftsmodelle wirtschaftlich einzuordnen, relevante Kennzahlen zu verstehen und finanzielle Annahmen für Gespräche mit Investor:innen und anderen Kapitalgeber:innen nachvollziehbar aufzubereiten.