Laggards (auf Deutsch: Nachzügler) sind die letzte Gruppe im Diffusionsmodell von Innovationen nach Everett M. Rogers. Sie übernehmen neue Produkte, Technologien oder Dienstleistungen deutlich später als alle anderen Nutzergruppen.
Diese Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass sie Innovationen erst dann annimmt, wenn diese bereits weit verbreitet und zum Standard geworden sind.
Typische Merkmale von Laggards sind:
- starke Skepsis gegenüber Neuerungen
- geringe Risikobereitschaft
- Orientierung an traditionellen Lösungen
- eingeschränkter Zugang zu Informationen oder Technologien
- hohe Bedeutung von Gewohnheiten und etablierten Strukturen
Im Diffusionsmodell machen Laggards typischerweise etwa 16 % der Gesamtbevölkerung aus.
Die fünf Gruppen der Innovationsdiffusion sind:
- Innovators (Innovatoren)
- Early Adopters (frühe Anwender)
- Early Majority (frühe Mehrheit)
- Late Majority (späte Mehrheit)
- Laggards (Nachzügler)
Für Unternehmen haben Laggards eine besondere Bedeutung:
- Sie sind entscheidend für die vollständige Marktdurchdringung
- Sie zeigen, wann ein Produkt zum Standard geworden ist
- Sie können stabile, aber spät entstehende Umsatzpotenziale darstellen
Allerdings sind Laggards für Marketing- und Wachstumsstrategien oft schwer zu erreichen, da sie sich nur langsam von neuen Lösungen überzeugen lassen und häufig erst reagieren, wenn Alternativen kaum noch verfügbar oder wirtschaftlich sinnvoll sind.
Für Startups liegt der Fokus meist zunächst auf Innovators, Early Adopters und der Early Majority, da diese Gruppen schneller auf neue Produkte reagieren und Feedback für die Weiterentwicklung liefern.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Zielgruppen im Innovationsprozess zu verstehen, Go-to-Market-Strategien entlang der Adoptionskurve zu entwickeln und nachhaltiges Marktwachstum systematisch aufzubauen.