Was sind Tangible Assets und welche Bedeutung haben sie für Unternehmen?

Tangible Assets sind physisch vorhandene und greifbare Vermögenswerte eines Unternehmens. Sie besitzen einen wirtschaftlichen Wert und werden für den Geschäftsbetrieb genutzt, weiterverkauft oder als langfristige Investition gehalten.

Auf Deutsch werden Tangible Assets häufig als materielle Vermögenswerte bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise:

  • Maschinen und Produktionsanlagen
  • Gebäude und Grundstücke
  • Fahrzeuge
  • Büro- und Geschäftsausstattung
  • Computer und technische Geräte
  • Werkzeuge
  • Rohstoffe und Warenbestände
  • physische Produkte im Lager

Tangible Assets können grundsätzlich in kurz- und langfristige Vermögenswerte unterteilt werden:

Kategorie Bedeutung Beispiele
Kurzfristige materielle Vermögenswerte sollen innerhalb eines überschaubaren Zeitraums verkauft oder verbraucht werden Warenbestände, Rohstoffe, fertige Produkte
Langfristige materielle Vermögenswerte werden dauerhaft für den Geschäftsbetrieb eingesetzt Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge, technische Anlagen

Langfristige materielle Vermögenswerte werden häufig als Sachanlagen bezeichnet. Da sie sich durch Nutzung, Alter oder technischen Fortschritt abnutzen können, wird ihr Wert in der Bilanz meist über mehrere Jahre abgeschrieben.

Ein vereinfachtes Beispiel:

Ein Startup kauft eine Produktionsmaschine für 100.000 Euro und plant, sie zehn Jahre zu nutzen. Bei einer linearen Abschreibung würden jedes Jahr 10.000 Euro als Wertminderung berücksichtigt.

Tangible Assets sind für Unternehmen unter anderem wichtig, weil sie:

  • für Produktion und Geschäftsbetrieb benötigt werden
  • einen messbaren Unternehmenswert darstellen
  • bei Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden
  • als Sicherheit für Kredite dienen können
  • die Kostenstruktur und Kapitalplanung beeinflussen
  • in der Bilanz ausgewiesen werden

Besonders relevant sind materielle Vermögenswerte für Unternehmen aus Bereichen wie:

  • Produktion und Industrie
  • Hardware und Robotik
  • Logistik und Mobilität
  • Medizintechnik
  • Energie und Umwelttechnologie
  • Einzelhandel
  • Bau und Immobilien

Digitale Startups verfügen häufig über weniger Tangible Assets als Produktionsunternehmen. Bei Software- oder Plattformunternehmen besteht ein großer Teil des Unternehmenswerts oft aus immateriellen Vermögenswerten wie Software, Daten, Marken, Patenten oder Fachwissen.

Der Unterschied lässt sich vereinfacht so darstellen:

Tangible Assets Intangible Assets
physisch greifbar nicht physisch greifbar
Beispiele: Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude Beispiele: Patente, Marken, Software, Lizenzen
Wert häufig anhand von Anschaffungskosten bestimmbar Bewertung oft komplexer
können teilweise als Kreditsicherheit dienen nur eingeschränkt als Sicherheit nutzbar
häufig Abschreibung durch Nutzung und Verschleiß häufig Abschreibung oder Wertprüfung je nach Art

Der tatsächliche wirtschaftliche Wert eines Tangible Assets muss nicht dauerhaft dem ursprünglichen Kaufpreis entsprechen. Er kann sich verändern durch:

  • Abnutzung
  • technischen Fortschritt
  • Beschädigungen
  • veränderte Marktpreise
  • sinkende Nachfrage
  • hohe Wartungs- oder Betriebskosten

Für Startups können umfangreiche Tangible Assets sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich bringen.

Mögliche Vorteile sind:

  • eigene Produktions- oder Entwicklungskapazitäten
  • geringere Abhängigkeit von externen Anbieter:innen
  • physische Sicherheiten für Finanzierungen
  • Kontrolle über Qualität und Lieferfähigkeit

Mögliche Herausforderungen sind:

  • hoher Kapitalbedarf
  • laufende Wartungs- und Betriebskosten
  • geringere finanzielle Flexibilität
  • Wertverlust und Abschreibungen
  • Lager- und Versicherungsaufwand
  • Risiko ungenutzter Kapazitäten

Ein häufiger Fehler besteht darin, nur die Anschaffungskosten zu betrachten. Gründer:innen sollten zusätzlich Wartung, Reparaturen, Energieverbrauch, Versicherungen, Lagerung und einen möglichen späteren Verkauf berücksichtigen.

Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, Investitionsbedarfe und Kostenstrukturen realistisch einzuordnen, materielle Vermögenswerte in die Finanzplanung einzubeziehen und den Kapitalbedarf für Produktentwicklung, Produktion und Wachstum nachvollziehbar gegenüber Investor:innen und anderen Kapitalgeber:innen darzustellen.

Fünf Schlüsseltechnologien im Fokus

Der Digital Hub Rhein-Neckar konzentriert sich auf fünf Technologiefelder, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Region von besonderer Bedeutung sind:

    • Künstliche Intelligenz (KI): Einsatz in Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement und datengetriebenen Services
    • Cybersicherheit: Schutz kritischer Infrastrukturen, industrielle IT-Sicherheit und sichere Datenräume
    • Industry Tech: IoT-Anwendungen, Sensorik, Automatisierung, Datenanalyse und vernetzte Produktionsprozesse
    • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: CO₂-Reporting, Energieeinsparungspotenziale in Produktion und Gebäuden sowie Treiber für die Kreislaufwirtschaft – messbar durch digitale Schlüsseltechnologien
    • Metaverse und Extended Reality (XR): Virtuelle und erweiterte Realitäten als Plattformen für Zusammenarbeit, Schulung und Produktentwicklung, digitale Zwillinge und immersive Erlebnisse

KI-gestützte Matching-Plattform: Der richtige Partner auf Knopfdruck

Ein Herzstück des Digital Hub Rhein-Neckar ist die KI-gestützte Matching-Funktion. Unternehmen und Startups können ihr konkretes Anliegen oder ihren Technologiebedarf beschreiben. Die KI identifiziert daraufhin passende Ansprechpartner und Angebote aus dem Partnernetzwerk der Region.

So soll aus einem konkreten Bedarf möglichst schnell ein passender Kontakt und daraus eine konkrete Zusammenarbeit entstehen.

Events, Förderangebote und Räume gebündelt

Neben dem KI-gestützten Matching bietet der Digital Hub Rhein-Neckar eine laufend aktualisierte Übersicht über regionale Veranstaltungen, Förderangebote und Workshops.

Auch verfügbare Räumlichkeiten für Begegnungen, Co-Working und Innovationsprojekte in der gesamten Metropolregion werden auf der Plattform gebündelt.

Damit macht der Digital Hub verschiedene Angebote und Kompetenzen der Region über einen gemeinsamen digitalen Zugang sichtbar und zugänglich.

Gemeinsam für Innovation in der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Digital Hub Rhein-Neckar wird von einem regionalen Netzwerk getragen. Konsortialpartner sind die innoWerft, die Stadt Mannheim und die 5-HT Chemistry & Health.

Als assoziierte Partner unterstützen der Technologiepark Heidelberg, die IHK Rhein-Neckar, die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, die Wirtschaftsförderung Heidelberg, die Metropolregion Rhein-Neckar, die Technische Hochschule Mannheim, der NEXT MANNHEIM und das Netzwerk Smart Industries das Projekt.

Gemeinsam bringen die Partner regionale Kompetenzen und Angebote rund um digitale Schlüsseltechnologien zusammen.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.

Jetzt den Digital Hub Rhein-Neckar entdecken

Der Digital Hub Rhein-Neckar bietet Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen gemeinsamen digitalen Zugang zu Angeboten und Expertise rund um zentrale Schlüsseltechnologien in der Metropolregion.

Du bist Gründer:in und möchtest den Digital Hub für Dein Startup nutzen? Entdecke die Plattform und finde heraus, welche Angebote und Kontakte für Deine Idee relevant sein könnten!