Ein Earn-Out ist eine vertragliche Vereinbarung im Rahmen eines Unternehmensverkaufs, bei der ein Teil des Kaufpreises nicht sofort ausgezahlt wird, sondern von der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens abhängt. Die zusätzliche Zahlung erfolgt nur dann, wenn zuvor definierte Leistungsziele innerhalb eines festgelegten Zeitraums erreicht werden.
Earn-Out-Regelungen werden häufig bei Unternehmensübernahmen eingesetzt, um unterschiedliche Vorstellungen über den Unternehmenswert auszugleichen.
Typische Kriterien für einen Earn-Out sind:
- Erreichen bestimmter Umsatzziele
- Erreichen definierter Gewinnziele
- Wachstum der Kundenzahl
- erfolgreiche Markteinführung neuer Produkte
- Erreichen operativer Meilensteine
Die Vorteile eines Earn-Outs sind:
- Verringerung des Risikos für Käufer:innen
- Beteiligung der Verkäufer:innen am zukünftigen Erfolg
- Überbrückung unterschiedlicher Bewertungsvorstellungen
- stärkere Anreize für eine erfolgreiche Übergangsphase
- flexiblere Gestaltung von Unternehmenskäufen
Besonders bei Startups und wachstumsstarken Unternehmen kommen Earn-Outs häufig zum Einsatz, da sich deren Unternehmenswert oft stark auf zukünftige Potenziale und weniger auf aktuelle Geschäftszahlen stützt.
Trotz der Vorteile können Earn-Out-Vereinbarungen komplex sein. Deshalb sind klar definierte Ziele, transparente Messgrößen und eindeutige vertragliche Regelungen entscheidend, um spätere Konflikte zu vermeiden.
Die innoWerft unterstützt Gründer:innen dabei, sich auf Unternehmensverkäufe und Exit-Prozesse vorzubereiten, Unternehmensbewertungen besser zu verstehen und die Auswirkungen verschiedener Vertragsmodelle auf die langfristige Unternehmensentwicklung einzuordnen.