BäckerAI

Unser Pre-Seed Startup: BäckerAI

Der Bäcker backt, die BäckerAI plant. Wir sagen der Lebensmittelverschwendung mithilfe von Künstlicher Intelligenz den Kampf an. Die BäckerAI berechnet aus mehr als 100 verschiedenen Faktoren die optimalen Bestellmengen für jede Bäckerei-Filiale. Das hilft den Betrieben eine hohe Warenverfügbarkeit bei geringen Retouren sicherzustellen.

Das Team

Gegründet wurde das Start-up von Dr. Fabian Taigel, Dr. Jan Meller und Franz Seubert. Jan und Fabian lernten sich bereits während ihrer Promotion im Bereich Data-Driven Operations Management an der JMU Würzburg kennen. Durch ihre jahrelange Forschung im Bereich des maschinellen Lernens und des Supply-Chain-Managements gehören die beiden zu den führenden Experten in diesem Gebiet.

Die erste Idee und der erste Prototyp der BäckerAI entstand im Rahmen der Masterarbeit von Franz, die er am Lehrstuhl von Jan und Fabian schrieb. Bereits der Prototyp der BäckerAI machte deutlich, welches Potential hinter der Lösung steht. So entstand aus der Masterarbeit nicht nur eine Freundschaft, sondern auch ein gemeinsames Unternehmen. In den letzten Monaten hat sich das Startup um vier weitere Mitarbeiter*innen erweitert, und ist heute schon in mehr als 100 Filialen mit seiner Lösung live.

Das Problem

Die tägliche Bedarfsplanung bereitet vielen Bäckereien Probleme. Einerseits sorgen zu geringe Bestellmengen zu Ausverkäufen, was sich in Umsatzverlusten und verärgerten Kund*innen äußert. Eine Überschätzung der Kundennachfrage führt auf der anderen Seite zu vollen Altbrot-Containern und hohen Abschriften. Retourquoten von 20% und mehr sind in der Branche aktuell üblich. Neben den Kosten durch falsche Planung, nimmt der manuelle Bestell-Prozess, durch die Vielzahl an Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, mindestens 30 Minuten pro Tag und Filiale in Anspruch.

Die Lösung

Die BäckerAI automatisiert den Bestellprozess vollständig und erreicht dadurch eine Zeiteinsparung von bis zu 90% in der täglichen Bedarfsplanung. Zusätzlich verbessert die BäckerAI die Bestellung. In bisherigen Projekten konnte das Team die Retouren um bis zu 30% reduzieren und das bei einer gesteigerten Warenverfügbarkeit. Die BäckerAI kann einfach in bereits bestehende Kassen- und Warenwirtschaftssystem integriert werden, ohne dass zusätzliche Hard- oder Software benötigt wird. Zusätzlich hat der Bäcker mit der BäckerAI-App jederzeit alle Zahlen im Blick.

Zur Bestimmung der optimalen Liefermenge setzt die BäckerAI auf eine Kombination aus stochastischen Optimierungsansätzen aus dem klassischen Supply Chain Management und modernen Machine-Learning-Algorithmen sowie Methoden des Deep Learnings. Die KI ist in der Lage, komplexe Muster und Zusammenhänge in großen Datenmengen zu erkennen und daraufhin konkrete Entscheidungsvorschläge zu bieten. Damit macht die BäckerAI die Filial-Bestellung zum Kinderspiel.

Zusammenarbeit mit der InnoWerft

Mit der InnoWerft hat das Team der BäckerAI nicht nur einen erfahrenen Mentor, sondern auch einen kompetenten und vertrauensvollen Partner gefunden. Besonders viel Unterstützung erhält die BäckerAI von Thomas und Inga, die dem Team auch bei schwierigen Themen stets zur Seite stehen.


BäckerAI

Website: www.baeckerai.de


Up2B-Accelerator - die Startup-Förderung geht weiter!

Der Up2B-Accelerator startet in eine neue Förderperiode!

Nun ist es offiziell! Der Up2B Accelerator, welcher sich auf B2B- und Industry-Tech-Startups fokussiert, wird auch weiterhin bis Ende 2022 vom Land Baden-Württemberg gefördert. Die innoWerft freut sich gemeinsam mit den Konsortialpartnern von Next Mannheim und dem Technologiepark Heidelberg sehr über die weitere Förderung. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat den Up2B Accelerator unter den zahlreichen Bewerbungen ausgewählt und unterstützt somit weiterhin die Förderung von Startups aus dem B2B- und Hightech-Bereich. Den offiziellen Bericht des Landes gibt’s hier zu lesen.

 

Was genau ist der Up2B Accelerator?

Up2B ist der internationale Accelerator für B2B- & Hightech-Startups in der Rhein-Neckar-Region.

Schon seit 2017 unterstützen wir, mit unseren verschiedenen Programmen, Startups in jeder Entwicklungsphase. Mittlerweile sind es schon über 130 Startups aus 18 verschiedenen Ländern, welche insgesamt über 322 Arbeitsplätze schaffen und insgesamt Finanzierungen in Höhe von 28,2 Mio. € erreichen konnten.

 

Was die Up2B-Teilnehmer zu unseren Programmen sagen, seht ihr hier:

Der Up2B Accelerator wird von drei Partnern geführt:

>>> Technologiepark Heidelberg GmbH

Der Technologiepark Heidelberg ist ein Zentrum für Innovation im High-Tech Bereich. Ihr Ziel ist es wissenschaftlichen und forschungsnahen Unternehmen die besten Rahmenbedingungen zu schaffen, damit aus ausgezeichneter Wissenschaft innovative Produkte und Dienstleistungen werden.

>>> NEXT MANNHEIM

NEXT MANNHEIM ist das Startup-Ökoystem für urbane Innovation und fördert Tech- und MedTech-Unternehmen oder internationale Startups, um Mannheim auch weiterhin für Gründer:innen interessant zu machen.

>>> innoWerft Technologie- und Gründerzentrum Walldorf Stiftung GmbH

Die innoWerft ist der Company Builder aus der Rhein-Neckar-Region. Unser Gründerzentrum unterstützt mit viel Expertise, Erfahrung und einem großen Netzwerk B2B-Startups dabei ihre Geschäftsidee zu verwirklichen.

 

Mit Hilfe von verschiedenen Programmen fördern die Partner in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen Startups auf ihrem Weg. Die Programme sind international ausgerichtet und dank der Förderung des Landes für die Startups komplett kostenlos.

 

Bislang existieren drei verschiedene Startup-Programme:

>>> Breakthrough

Bei Breakthrough dreht sich alles um den Problem-Solution-Fit. Innerhalb von sechs Wochen bekommen die Startups einen grundlegenden Überblick über alle wichtigen Themen, erhalten 1-on-1 Coaching, um ihre Fragen individuell zu beantworten, und es werden Kontakte zu potenziellen Kunden hergestellt.

Genauere Informationen findet Ihr unter: Breakthrough

>>> Firecamp

Firecamp ist ein fünftägiges Intensiv-Programm mit dem Ziel der Investor-Readiness. Hierbei geht es insbesondere um Training für den perfekten Pitch, tiefergehende Kenntnisse über die wichtigen Themen wie zum Beispiel Sales, Marketing, Investments und vieles mehr, Kontakt zu Corporates und natürlich die Möglichkeit vor Investor:innen zu pitchen.

Genauere Informationen findet Ihr unter: Firecamp

>>> Product Booster

Im Programm Product Booster geht es um den Product-Market-Fit. Hierbei verhilft das Team den Startups zu ihren ersten Pilot-Kunden, indem sie mit Corporates gematcht werden. Gemeinsam können sie dann während der fünf Wochen daran arbeiten, wie ihr Produkt das Corporate unterstützen kann.

Genauere Informationen findet Ihr unter: Product Booster

 

Aber nicht nur bei Product Booster spielen Corporates eine große Rolle. Generell ist es für uns ein wichtiger Punkt, den Startups auch erste Kontakte zu möglichen Kunden zu bieten. Dafür haben wir ein großes stetig wachsendes Netzwerk aus Unternehmen.

 

Mit welchen Unternehmen arbeitet Up2B zusammen?

>>> SAP

Die SAP ist mit mehr als 200 Millionen Cloud-Benutzern der weltweit größte Anbieter von Unternehmenssoftware in der Cloud.

>>> RNV

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH ist zuständig für den öffentlichen Personennahverkehr in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen am Rhein.

>>> KPMG

Die KPMG ist ein internationales Unternehmen im Bereich der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmens-/ Managementberatung mit über 12.000 Mitarbeitern in 25 Standorten.

>>> Pfalzwerke

Die Pfalzwerke sind ein Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Ludwigsburg am Rhein.

>>> BASF

Die BASF ist einer der weltweit größten Chemiekonzerne mit über 110.000 Mitarbeitern an über 390 Standorten in mehr als 80 Ländern.

>>> IDS Innovation

Die IDS Innovation GmbH beschäftigt sich unter anderem mit Kooperationen und Beteiligungen an frühphasigen Startups im Bereich Bildverarbeitung, industrielle Kameras und künstliche Intelligenz.

>>> BSI

Die BSI ist der führende Software-Hersteller von CRM bis CX und nun seit fast 25 Jahren für ihre Kunden da.

>>> Und einige mehr!

 

Wie Startups und Corporates voneinander profitieren können, seht ihr in der kurzen Rückmeldung einer unserer Programmteilnehmer:

Nun wird es Zeit für den nächsten Schritt!

Wie sieht dieser aus?

Seit 2017 arbeitet die innoWerft, gemeinsam mit ihren Projektpartnern und Partner:innen der Hochschullandschaft sowie Unternehmen, als Teil des Up2B Accelerator daran Startups individuell zu fördern.

Zusätzlich zu den Programmen Breakthrough, Product Booster und Firecamp werden zwei weitere Programmbausteine ergänzt. Diese spezialisieren sich eher auf stark wachsende und internationale Startups.

Außerdem wird momentan auf Hochtouren an einem neuen Logo und einem Corporate Design gearbeitet, so dass Up2B schon bald mit einer noch stärkeren Marke sowie einem neuen Webauftritt erstrahlt.

Die vergangenen Jahre waren für uns unfassbar spannend, wir konnte viele Menschen mit innovativen Ideen kennenlernen und auch unterstützen! Und sind sehr dankbar auch weiterhin Startups dabei helfen zu können ihre Ideen in die Wirklichkeit umzusetzen.

Ganz besonders freuen wir uns auch darüber, mit unseren beiden neuen Programmen Scale Up und Market Discovery, ein noch breiteres Angebot für die Startups zu bieten. Und ihnen somit auch im Bereich der Skalierung und Internationalisierung Unterstützung anbieten zu können.

Das gesamte Up2B-Team freut sich über die weitere Förderung und auf die kommenden Jahre und zahlreiche Programme zusammen mit spannenden Startups.

 

Du willst an einem der Up2B-Programme teilnehmen?

Alle Infos zu den Programmen, Bewerbungsfristen, etc. findet ihr hier: Up2B Accelerator.


innoWerft Jahresrückblick 2020

Zu sehen, welches enorme Potential in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit stecken kann, erfüllt uns täglich mit neuer Energie!

Gerade nach einem solchen Jahr, das jeden einzelnen von uns vor ganz neue Herausforderungen gestellt hat, hat es uns umgehauen, mit welcher Power unsere Startups und jene, die wir neu kennenlernen durften, ihre Ideen verfolgen. Ein solches Maß an Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, aber auch positivem Mindset und Selbstbewusstsein ist alles andere als selbstverständlich!

Aus diesem Grund sind wir mehr als begeistert, dass uns auch in 2020 wieder so viele Startups ihr Vertrauen geschenkt haben, aber auch, dass uns so viele Mentoren in unserer Arbeit unterstützen und auch, dass unsere Partner weiterhin so stark hinter uns stehen.
Wir freuen uns, Teil eines so außergewöhnlichen Ökosystems zu sein, aus dem auch in diesem Jahr so viele aufregende Innovationen hervorgegangen sind.

Wir blicken voller Vorfreude auf das Jahr 2021, in dem wir hoffentlich wieder gemeinsam Großes bewirken und unseren Zielen wieder einen Schritt näher kommen können.

Wir wünschen Euch besinnliche Feiertage und einen tollen Start ins neue Jahr 2021!

 

Mit festlichen Grüßen,
eure innoWerft-Crew!


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Unser Up2B Breakthrough-Teilnehmer Matteo Mantovani im Interview

Up2B Breakthrough, ist das Frühphasen-Accelerator-Programm der drei Up2B-Partner Startup Mannheim, Technologiepark Heidelberg und innoWerft Walldorf. Es adressiert B2B Hightech Start-ups in der (Pre-)Seed-Phase. Das diesjährige sechswöchige Intensivprogramm, vom 25. April bis 7. Juni 2019 in Walldorf, führte 11 teilnehmende internationale Startups von der Ideation- über die Konzeptphase bis hin zur Entwicklung eines validierungsfähigen Geschäftsmodells und Produktkonzepts.

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Wir haben uns mit einem Programmteilnehmer und Startup Gründer aus Italien unterhalten und ihm Fragen zum Startup Angebot der innoWerft und seiner Motivation ein Startup zu gründen gestellt.
Im folgenden Interview erfahrt ihr, was das Besondere an dem Up2B-Programm und der innoWerft ist!

Verrate uns doch bitte kurz wer du bist.

Hey, mein Name ist Matteo Mantovani und bin vor 45 Jahren in Cremona geboren und lebe nun in Mailand mit meiner Frau Giulia (Architektin) und unseren beiden Töchtern Matilde und Vittoria. Als CEO & Mitgründer der Fuzzy Factory habe ich einen biomedizintechnischen Magisterabschluss in Ingenieurwesen der Chirurgie, einem anderen in Gesundheitsökonomie und seit letztem Jahr einen Abschluss in HTA (Gesundheitstechnologiebewertung). Vor der Startup Gründung war ich zwanzig Jahre in der Funktion als Verkaufsbereichsleiter in der Vermarktung und dem Verkauf von medizinischen Geräten für Operationssäle und Intensivstationen tätig.

Warum gründest Du?

Als Kind habe ich viel Zeit mit meinen Großeltern und meinem Hund Tom auf dem Land verbracht. In diesen Jahren habe ich immer die Wunder der Natur beobachtet und gleichzeitig wollte ich etwas herstellen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich noch den Träumen dieser Zeit nachhänge. So haben mich immer zwei Dinge im Leben angezogen: Menschen, die in schlechteren Bedingungen und mit einfacherer Technologie leben als wir. Denn schließlich kann die heutige Technik viel dazu beitragen, um den Zustand der Menschen zu verbessern. Deshalb habe ich das Startup Fuzzy Factory gegründet und unser erstes Produkt entwickelt. Dabei war es nicht leicht einen sicheren Job zu verlassen und ein neues Abenteuer mit einem ungewissen Ausgang zu unternehmen.

 

Was genau macht Dein Startup und was ist das Besondere an deiner Geschäftsidee?

Wie oft hat man schon Schmerzen bemerkt oder neuen Schmerz empfunden. Anstatt eine Arzttermin zu vereinbaren wendet man sich an Dr. Google zur Selbstdiagnose. Mit unserem Startup helfen wir Medizinstudenten ihr Wissen über eigene Communities auszutauschen und dabei gleichzeitig zusätzliches Geld zu verdienen. Wir bieten Belohnungen pro Interaktion, und je mehr die Community den „Influencer “ anerkennt, desto mehr zusätzliches Geld kann verdient werden. Nach dieser ersten Phase erweitern wir das gleiche Modell als Marktplatz für Kliniken, Krankenschwestern, Patienten, Produktspezialisten im medizinischen Sektor, Sportler, Sportunternehmen, Nahrungsmittelunternehmen etc…

 

Wie sieht die Startup Landschaft in Italien vs. Deutschland aus?

Heute befinden sich Italien, wie auch viele andere europäische Länder, in einer Phase der Veränderung. Wir haben eine erhebliche Verzögerung gegenüber Deutschland erreicht, auch wenn wir im letzten Jahr eine beträchtliche Anzahl von Ideen und Initiativen generiert haben. Ich bin überzeugt, dass die „neue Generation“ im Süden von Italien in den kommenden Jahren Startups zu großen Erfolgen verhelfen. Dennoch glaube ich, dass es heute kein besseres Ökosystem in Europa heute gibt als das, das derzeitig in Deutschland zur Verfügung gestellt wird. Deutschland hat einen Wettbewerbsvorteil und einen Sinn für Arbeitsleistung an dem wir ein Beispiel nehmen müssen.

 

Wie bist du auf innoWerft und das 6-wöchige Up2B Programm Breaktrough (BT) aufmerksam geworden?

Als wir Fuzzy Factory gegründet haben, dachten wir sofort daran uns bei einem wichtigen Startup Accelerator zu bewerben, um aus der sogenannten italienischen Komfortzone herauszukommen. So lag es auf der Hand sich nach Deutschland und somit zur innoWerft zu orientieren. Wir haben vorab einige Programme, Testimonials und Profile aller Mentoren & Partner konsultiert und der Up2B Accelerator hat uns ganz klar überzeugt. Im Vorhinein haben wir sehr viel autodidaktisch ausprobiert und dabei viele Fehler gemacht. Als sich die Chance ergab sich für das Up2B Breakthrough Programm zu bewerben, haben wir nicht gezögert, denn wir waren bereit, die Segel in dieses Abenteuer mit der richtigen Stimmung und Einstellung zu setzen.

 

Hast du das Erlernte schon direkt in deinen Startup anwenden können bzw. erste Erkenntnisse bereits in deine Community/Netzwerk eingebracht?

Ja, das habe ich! Ich bin immer der Meinung gewesen, es sofort auszuprobieren, zu prüfen, zu fragen und sich in die Lage des Endverbrauchers zu versetzen, um so viele Erfahrungen wie möglich zu generieren!

Ab der ersten inhaltlichen Veranstaltung bei Breakthrough haben wir relevante Werkzeuge für unser Geschäftsmodell erhalten, aber vor allem haben wir gelernt, unsere Geschäftsidee mit den kritischen Augen zu betrachten. Umso wichtiger ist es, möglichst frühzeitig zu erkennen, welche Aufgaben man umsetzen muss, weil sie von zentraler Bedeutung sind. Es ist eine nicht alltägliche Übung, die enorme Anstrengung verlangt, um alle lebenswichtigen Bestandteile des Startups mit einander zu verbinden. Im Breakthrough Programm wird der größte Schwerpunkt auf die Erstellung des Business Modell Canvas und dessen Schlüsselfaktoren und somit der eigentlichen Geschäftsidee gelegt.

 

Was findest Du besonders gut am Breakthrough-Programm?

Ich habe sehr viel gelernt und das auch außerhalb der so genannten „Komfortzone“. Das anspruchsvolle sechswöchige Programm verlangt wirklich viel Schweiß und Energie. Die Tage vergehen sehr schnell und jedes Mal fühlt es sich so an, als müsste man bei null beginnen. Aber genau dafür sind wir als Teilnehmer hier – um sich die Programminhalte mit entsprechender Unterstützung eines kompetenten Ansprechpartners zu erarbeiten. Durch das B´reakthrough-Programm erhalten die Ideen eine klare Struktur. Hier gibt es eine perfekte Mischung von Kompetenz, Ernst, Professionalität und Respekt. Ich bin dem innoWerft Geschäftsführer Dr. Thomas Lindner, dem gesamten Up2B Team, sowie allen Mentoren dankbar, die mich dabei unterstützten.

 

Was ist dein take away aus Breakthrough?

Ich komme aus einer Kultur, die das Scheitern nicht zulässt. Dieses Programm hingegen gibt Raum für Fehler und zeigt gleichzeitig auf, wie diese in Zukunft als Chance gesehen werden können.

Ganz nach dem Motto: „Gib niemals auf!“
Und auch als im Endspurt plötzlich das Durchhaltevermögen und die Geduld nachließ, motivierte mich das Up2B Team! „Bleib dran, halte an deinem Ziel und Deiner Idee fest. Suche den Erfahrungsaustausch in Gesprächen. Persönliche Netzwerke sind extrem bedeutend und immer ausbaufähig. Interagiere mit potenziellen Endverbrauchern und verpasse nie die Gelegenheit, um dich mit Investoren zu treffen.“

 

Was sind die nächsten Schritte und wie konsequent möchtest du sie umsetzen?

Ich würde sehr gerne am Firecamp-Programm teilnehmen. Ich weiß, dass bei der hohen Konkurrenz die Auswahl nicht leicht sein wird. Dennoch verwenden wir unsere ganze Energie und Leidenschaft dieses Ziel zu erreichen. Wir als Startup benötigen diese Art von Unterstützung und das innoWerft Team sind die richtigen Mentoren für uns. Das ist jetzt auch unser Fokus: Gib dein Bestes!

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Würdest Du das Breakthrough-Programm und die innoWerft weiterempfehlen und wenn ja, warum?

Ja! Ich habe bereits angefangen, „meine Story“ in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, um sich über dieses exemplarisches professionelles und unterstützende Programm von Up2B auszutauschen. Hier erhält jeder wertvollen Tipps und Hinweise als Rüstzeug und die bestmögliche Vorbereitung auf dem Weg in eine erfolgreiche Selbständigkeit.

Du willst auch mit uns durchstarten?

JETZT DURCHSTARTEN!

Der Up2B Accelerator wird organisiert von der innoWerft in Walldorf, Startup Mannheim und dem Technologiepark Heidelberg.


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innoWerft blickt auf die Höhepunkte der Saison 2018/2019 zurück

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Norbert Haug, ehemaliger Motorsport-Chef von Mercedes-Benz, zu Gast in Walldorf

Am 6. Juni 2019 fand in der innoWerft erstmalig die Veranstaltung „innoWerft – Best of 2018/2019“ statt. Dabei blickte die innoWerft zurück auf die Höhepunkte der vergangenen Saison. 200 Interessierte Gründer, Investoren, Business Angels, Partner aus Wirtschaft und Politik waren an diesem Tag zu Gast in Walldorf.

Der ehemalige Motorsport-Chef von Mercedes-Benz, Norbert Haug, eröffnete im Expertentalk die Veranstaltung. Dabei zog er Parallelen zwischen Rennsport-Teams und Startups. Laut Haug muss ein Team den unbedingten Willen zum Sieg haben, aber auch ertragen können nur den zweiten Platz zu erreichen. „Für erfolgreiche Teams ist es essentiell sich immer wieder selbst zu überprüfen und selbstkritisch zu hinterfragen. Deswegen mag ich auch die innoWerft, die junge Start-ups gerade dabei unterstützt“, so Haug.

Der innoWerft-Geschäftsführer Dr. Thomas Lindner zeigte sich am regen Interesse an der Arbeit der Start-ups und der innoWerft sehr zufrieden: „Die innoWerft freut sich über die ausgezeichnete Entwicklung ihrer Beteiligungen. Gleich fünf Startups konnten 2018/2019 Investoren überzeugen. Insgesamt fließen über 2,5 Mio € Venture Capital, die den Gründern weiteres Wachstum ermöglichen. Das sind die Erfolge der innoWerft: Erfolge der von uns unterstützen Startups!“

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Unmittelbar vor Beginn des „Best of 2018/2019“ fand der „Demo Day“ des Up2B Accelerators Programms „Breakthrough“ statt. Nach sechs Wochen intensiver Arbeit im Co-Working Space der innoWerft stellten insgesamt acht Startups ihre Geschäftsideen Es war bereits der dritte Durchlauf des Breakthrough-Programms, den die innoWerft gemeinsam mit ihren Partnern Startup Mannheim und dem Technologiepark Heidelberg durchgeführt hat.

Die aus Investoren und Business Angels zusammengesetzte Jury zeichnete das Start-up „Capdevila ite“ als Sieger aus. Das Startup unterstützt mit sogenannten „digital twins“, also digitalen Modellen realer Solarfelder, deren Planung und Betrieb um sie so effizienter zu machen. In Zeiten der Energiewende ein wichtiger Beitrag.

Den zweiten Platz errang das Heidelberger Start-up „isquare“. isquare bietet kleinen Betrieben der Lebensmittelbranche eine einfache Lösung, um ihre Produkte konform zu den Anforderungen der Lebensmittelkennzeichnungs-pflicht zu deklarieren.

Den dritten Platz erreichte “Stick 4R“. Das Startup will als Marketing-Plattform die Reichweite von Influencern vergrößern und sie dabei unterstützen, damit Geld zu verdienen.

Der Geschäftsführer des erstplatzierten Teams Hugo Capdevila durfte sein neu entwickeltes Geschäftsmodell direkt im Austausch mit digitalen Experten auf die Probe stellen. Denn neben der Auszeichnung für den besten Pitch erhielt der Gründer Tickets für die HEUREKA – The Startup und Tech Conference by Gründerszene am 12. Juni 2019 in der Berliner Malzfabrik.

Publikumsliebling des Accelerator-Programms waren Lina Schütze und Lukas Broska von Food Checker. Sie konnten mit ihrem Pitch alle anwesenden Gäste überzeugen und begeistern.

Das Motto des zweiteiligen Events lautete „Better Together – Zusammen sind wir einfach besser!“. Neben dem offenen Feedback zur eigenen Geschäftsidee sowie wertvollen Tipps und Tricks rund um das Thema Startup-Gründung, stand insbesondere der direkte, persönliche Austausch zum Aufbau und Pflege der gerade im Gründungskontext so entscheidenden Netzwerke im Mittelpunkt.

Bürgermeisterin Christiane Staab hob den besonderen Nutzen des Startup-Events hervor. „Gründer inspirieren sich gegenseitig und profitieren vom Austausch untereinander und mit potenziellen Investoren – in einer ungezwungenen Atmosphäre. Mir liegt die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern besonders am Herzen. Neue Unternehmen geben dem Wirtschaftsleben wichtige Impulse und tragen dazu bei, unser Innovationspotenzial langfristig zu erhalten.“

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Über den Up2B Accelerator und das Programm Breakthrough:

Up2B wird organisiert von der innoWerft in Walldorf, Startup Mannheim und dem Technologiepark Heidelberg. Gemeinsam bieten wir drei aufeinander folgende Accelerator-Programme für Tech-Startups mit B2B-Geschäftsmodellen:

BREAKTHROUGH

PRODUCT BOOSTER

FIRECAMP

Up2B Breakthrough: Product-market-fit in sechs Wochen!

Breakthrough ist das Frühphasen-Acceleratorprogramm des Up2B-Konsortiums (Startup Mannheim ǀ Technologiepark Heidelberg ǀ innoWerft Walldorf). Es adressiert B2B Hightech Start-ups in der (Pre-)Seed-Phase. Das sechswöchige Intensivprogramm führt die teilnehmenden Gründerteams von der Ideation- über die Konzeptphase bis hin zur Entwicklung eines validierungsfähigen Geschäftsmodells und Produktkonzepts.

Die Veranstaltung „innoWerft – Best of 2018/2019“ und der Up2B Accelerator werden vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt.

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Marshmallow Challenge

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MASHMALLOW CHALLENGE IST EINE ÜBUNG DIE GRÜNDER UND UNTERNEHMEN BEACHTEN SOLLTEN!

Viele Gründer stellen sich die Frage, wie Teamprozesse sichtbar gemacht werden. Für Start-ups ist es wichtig zu wissen, wie die Zusammenarbeit im Team funktioniert. Auch wie sich einzelne Personen in die Gruppe einbringen. Ferner stellt sich die Frage, ob ausführliches Abwägen tatsächlich immer effektiver ist. Denn intuitiv „aus dem Bauch heraus“ zu entscheiden böte sich bekanntermaßen auch oft genug an. Der Drang nach organisatorischer und strategischer Planung geht dann zulasten des harmonischen Miteinander. Folglich steht dies in Widerspruch zu den Ansprüchen des Marktes nach Agilität.

MARSHMALLOW CHALLENGE – DIE AUFGABE

Kein anderes Spiel macht Start-up Teamprozesse so schnell sichtbar.

Eine Gruppe mit 4-5 Teilnehmern soll innerhalb von 18 Minuten den höchsten Turm bauen. Der Clou – auf dessen Spitze thront ein Marshmallow!

Jedes Team erhält hierfür folgendes Marshmallow Challenge Material:

-20 Spaghetti
-1 Meter Klebeband
-1 Meter Bindfaden
– Ein Marshmallow

Aber Achtung! 😉Die Turm-Konstruktion muss zur Präsentation an einen Tisch getragen werden. Schließlich darf sie nicht am Tisch festgehalten oder angeklebt werden.

Spätestens hier zeigen sich erste Verschleißerscheinungen am vermeintlich robusten Bauwerk. Die eben noch ausdiskutierte Bauart mit tragenden Nudeln erweist sich als zartes Element. Vor allem dann, wenn das Marshmallow auf der Spitze angebracht wird. Die negativen Folgen für das Team sind unausweichlich und enden dann in einer tiefen Krise. Unterstützt wird dies durch die bereits im Vorfeld Kräfte zehrenden Rivalitätskämpfe. Wahrscheinlich aufgrund des Ziels der nächste CEO der Spaghetti GmbH zu werden.

Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte der Teambuilding Maßnahme Marshmallow Challenge.

KINDER ERZIELEN BESSERE ERGEBNISSE ALS ERWACHSENE

Man ist darauf trainiert die einzige richtige Lösung zu finden. Dies beruht zumeist auf einer wohldurchdachten, strategischen Herangehensweise. Kinder erzielen dagegen im Durchschnitt weitaus bessere Ergebnisse als Erwachsene. Denn Kindergartenkinder kommen mittels wiederholenden Prototyping an ihr Ziel. Die Kinder bauten, testeten und wiederholten, bis sie eine Struktur fanden, die funktionierte.

Getreu dem Build-Measure-Learn Ansatz bauten sie intuitiv die höchsten und interessantesten Strukturen.

Beitrag von Daniel Brixy Marketing und Business Development Manager bei der innoWerft


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Auf Startups ist kein Verlass?

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“Auf Startups ist kein Verlass” titelt die Sonntagsökonomin Maja Brankovic in der Frankfurter Allgemeinen vom 21. Januar. Überraschung!

Eigentlich müssten wir froh sein, dass sich jemand traut, den allgegenwärtigen Start-up Hype zu kritisieren. Denn nichts ist schädlicher für den Anbruch einer Neuen Deutschen Gründerzeit als falsche, überspannte Erwartungen. Sie erzeugen Investitionsblasen, deren Platzen die mit harter Arbeit in Jahren aufgebauten Start-up Ökosysteme über Nacht wieder zerstören kann.

Aber wirksame und hilfreiche Kritik setzt Sachkenntnis voraus, in diesem Fall über den Sinn eines Start-ups und seine (volks-)wirtschaftliche Funktion. Es reicht nicht, sich die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zu eigen zu machen und daraus den Schluss zu ziehen, dass Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft langfristig allein auf den starken Schultern etablierter Großunternehmen ruhen. Weil nur diese Unternehmen in der Lage seien, die notwendigen Produktivitätssteigerungen zu erzielen. Die Angelegenheit ist etwas komplizierter.

Was ist ein Start-up – und was ist die volkswirtschaftliche Funktion von Start-ups?

Ein Start-up ist eine wirtschaftliche Forschungseinheit. Es existiert nur zu einem Zweck: Ein erfolgreiches, tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Das Geschäftsmodell selbst kann bahnbrechend-innovativ sein, muss es aber nicht. Hauptsache, es ist erfolgreich. Der Kern des Geschäftsmodells kann eine bahnbrechend-innovative, neue Technologie sein, muss es aber nicht. Hauptsache, es ist erfolgreich. Das Geschäftsmodell muss skalierbar sein und ein großen Wachstumsmarkt adressieren. Das setzt ein positives EBIT voraus und damit auch ein hinreichende Produktivität. Aber Effizienzmaximierung und daraus resultierende Produktivitätsgewinne sind naturgemäß nicht Gegenstand der Start-up Phase. An deren Ende muss ein junges Unternehmen nur so produktiv arbeiten, dass es in der Scale-up Phase nicht aus der Wachstumskurve fliegt. Nicht nur in der innoWerft Walldorf nennen wir das “maturity for scaling-up”.

Der volkswirtschaftliche Sinn von Start-ups besteht darin – ich bitte um Entschuldigung, wenn ich diese Binsenweisheit noch einmal explizit herausstelle – möglichst viele neue, potentiell tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln, am Markt zu testen und in tragfähige Strukturen (neue Unternehmen) einzubetten. So erneuert sich jede Volkswirtschaft entlang branchen- und technologiespezifischen sowie regional unterschiedlichen Zyklen. Tut sie es nicht, hat sie ein Problem: Ende mit Wachstum und Wohlstand: Eine Volkswirtschaft get’s kodaked im Strukturwandel.

Wenn es im Start-up Kontext einen Bereich gibt, bei dem Produktivitätssteigerungen Sinn machen, dann sind es nicht die einzelnen Start-ups, sondern die regionalen Ökosysteme, die Start-ups benötigen, um sich zu entwickeln. Hier gibt es in der Tat eine Menge Hebel und Stellschrauben, mit denen sich die Produktivitätsrate eines Start-up Ökosystems steigern lässt. Und dabei geht es nicht nur um Effizienzgewinne, sondern mindestens so sehr um die Steigerung der Effektivität.

Am Ende des Tages brauchen wir nicht mehr Start-ups, sondern mehr international agierende, erfolgreiche Unternehmen!

Sie müssen so aufgestellt sein, dass sie sich aus eigener Kraft weiterentwickeln können, damit sie länger am Markt bleiben als die heute durchschnittliche, weltweite Unternehmenslebensdauer von 12 Jahren. Hier sind Produktivitätsgewinne ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige: Langlebigen Unternehmen wie z.B. der Freudenberg Gruppe oder der Rethmann Gruppe gelingt beides: Sowohl die permanente Steigerung der Produktivität als auch regelmäßige Markt-, Branchen- und Produktinnovationen.

Bei der innoWerft Walldorf setzen wir ebenso auf beides oder, streng genommen, auf alle drei Säulen: Steigerung unserer Effizienz durch Optimierung unserer Strukturen und Prozesse, Steigerung unserer Effektivität durch Verbesserung unserer existierenden Leistungen, und Innovation: Entwicklung neuer Formate zur Identifikation vielversprechender Gründer-Teams und zur Förderung unserer Start-ups.

Liebe Sonntagsökonomen bei der FAZ: Verlangt die Produktivitätssteigerung nicht von den Start-ups – verlangt sie von den Start-up Ökosystemen, das heißt in erster Linie von uns Acceleratoren und Incubatoren!

Links:
Brankovic M 21.01.2018: Auf Start-ups ist kein Verlass. FAS (Frankfurter Allgemeine Sonnstagszeitung) 3, 24. http://epaper.faz.net/webreader-v3/index.html#/441951/24-25

Heyman, F; Norbäck, P-J; Persson, L. 2018 – Who Creates Jobs and Who Creates Productivity? Small versus Large versus Young versus Old. Economic Letters 164:3, 50-57. https://doi.org/10.1016/j.econlet.2017.12.034

Tags:

Incubation, Macroeconomic Impact, Productivity, Startup, Startup Ecosystem


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Lieber spät als nie – warum man nicht zu alt ist zum Gründen

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Oft, wenn von innovativen Startups – oder Gründern allgemein – die Rede ist, denkt man an junge, dynamische Menschen. Doch sie sind nicht die Einzigen, die sich als Entrepreneure versuchen.

Heute fokussieren wir uns gezielt auf spätes Gründen. Warum sollte man auch im „Alter“ diesen Schritt wagen?

Es ist allseits bekannt und wissenschaftlich erwiesen, dass die Kraft mit den Jahren nachlässt – dafür nehmen aber Lebenserfahrung und Kompetenz auf bestimmten Fachgebieten zu. Manchen kribbelt es immer mehr in den Fingern, weil sie nach jahrelangem Angestellten-Dasein gerne eigene Ideen umsetzen und ihr eigener Chef sein möchten. Einfach mal etwas Neues wagen und gesammelte Erfahrung sowie Disziplin in das Geschäft investieren und an die Mitarbeiter weitergeben. Zudem sind die Wünsche in den meisten Fällen klarer definiert und ändern sich nicht vom einen auf den anderen Tag. Ersparnisse und bereits geknüpfte Kontakte sind ebenfalls ein Vorteil, bei dem die ältere Generation der jüngeren weit voraus ist.

Natürlich sollten ganz besonders hier Ziele, Geschäftsmodell und Markt klar sein, die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen (auch im Privaten oder Personalmanagement; zum Beispiel beim Thema Krankenversicherung). Den technischen sowie digitalen Anforderungen sollte man ebenfalls gewappnet und offen gegenüberstehen. Auch ist es wichtig, die eigenen Kräfte gut einzuschätzen und dementsprechend die Arbeitseinteilung gut zu planen, Aufgaben gegebenenfalls zu delegieren.

Angst vor dem Risiko, gar vor dem Scheitern, haben die Meisten. Doch wenn der Traum groß ist, sollte man ihn in die Tat umsetzen, bevor es irgendwann zu spät ist und man bereut:

„To any entrepreneur: if you want to do it, do it now. If you don’t, you’re going to regret it.“ (Catherine Cook, MyYearbook)

„If you’ve got an idea, start today. There’s no better time than now to get going. That doesn’t mean quit your job and jump into your idea 100% from day one, but there’s always small progress that can be made to start the movement.“ (Kevin Systrom, Instagram)

Hinzu kommt, dass viele große Namen bei der Gründung bereits über 40 oder gar 50 Jahre alt waren: zum Beispiel Henry Ford (40), Jerry Baldwin von Starbucks (41), Adolf Dassler mit Adidas (48), Estée Lauder (54) oder Ferdinand Porsche (56). IBM-Gründer Charles Flint trumpfte mit einem stolzen Alter von 61 Jahren. Sogar in Deutschland lag im Jahr 2015 die Altersklasse der Gründer zwischen 35-44 Jahren mit Vollerwerb bei 23,7 Prozent, die 45-54-Jährigen bei 22,7 %.[1]

Es ist also möglich.

 

Online-Quellen:

https://www.lebenshelferwerden.de/es-ist-nie-zu-spaet-zum-gruenden/

https://www.gruenderszene.de/allgemein/gruenden-alter-nie-zu-spaet-bezos-zuckerberg

http://www.selbstaendig-im-netz.de/2013/07/23/selbstaendig/zu-alt-fuer-die-selbststaendigkeit-tipps-und-hilfen-fuer-aeltere-gruender/

http://t3n.de/news/startups-20-inspirierende-zitate-504072/

[1] Tabellen- und Methodenband des KfW-Gründungsmonitors 2016 https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Gr%C3%BCndungsmonitor/KfW-Gr%C3%BCndungsmonitor-2016-Tabellenband.pdf

Foto: Gerd Altmann // Geralt unter Pixabay

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Alter, Lieber spät als nie, spätes Gründen, Startups


Autorin:

Alexandra Bartelt
Werkstudentin @ innowerft


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Reden wir vom Scheitern… und weshalb es nicht so schlimm ist.

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Scheitern. Jeder hat es in seinem Leben bereits erlebt. Es ist unangenehm, wenn Ziele nicht erreicht werden oder ein Traum zerplatzt. Man ist enttäuscht, grübelt nach, was genau man falsch gemacht hat. Erst einmal ist zu sagen: nicht immer Erfolg zu haben, Fehler zu machen ist menschlich. Fehltritte gehören zum Leben dazu, denn aus ihnen lernen wir. Die eigenen Handlungen kann man mit der Zeit besser greifen und den Fehler identifizieren, um ihn nicht erneut zu begehen.

Mit all der Mühe, mit der wir manche unserer Fehler verbergen, könnten wir sie uns leicht abgewöhnen (Michelangelo).

Bei manchen Fehlschlägen oder Misserfolgen denken wir uns auch: „Nun, ich wollte es immer probieren. Hätte ich das nicht getan, hätte ich nie Ruhe gefunden. Jetzt weiß ich, dass dieses Vorhaben oder meine ursprüngliche Herangehensweise nicht sinnvoll ist.“ Falls der Grund eine Überforderung ist oder die Tatsache, dass gewisse Fähigkeiten fehlen oder man einfach nicht weiter weiß ­­– Zugeben, sich Rat einholen sich Unterstützung bei einer fachkundigen Person einholen. Das kann oftmals Rettung bedeuten.

Bei einem Startup könnte die Angelegenheit schwerwiegender ausfallen. Schließlich wurde viel Zeit, Mühe und Strategie investiert.

Wirklich komplexe Ideen, Lebensträume zu verwirklichen benötigen Weitblick. Manchmal muss in der Kette nur ein Punkt Schwächen aufweisen; beispielsweise ein Aspekt im Geschäftsmodell, der nicht ausgefeilt wurde oder unter den Tisch fiel. Oder man verlor sich im Detail. Und das Schiff kentert.

Schon viele Gründer sind gescheitert. Einer von ihnen, David Sabo, hat nach anstrengenden Zeiten und während seiner Reflexion daraus wichtige Erkenntnisse gewonnen, um sie mit der Außenwelt zu teilen.

  • Unternehmen scheitern, Menschen nicht.

Es ist ein Balanceakt. Natürlich brennen Gründer für ihr Unternehmen. Doch wichtig ist dabei, das Privat- und Sozialleben nicht außer Acht zu lassen. „Business is the means, not the end.“ Wenn man mit der Geschäftsidee in eine falsche Richtung geht, 100 % gibt und sich dabei verrennt, d

roht man, auszubrennen. Die Erfahrung machte jedenfalls Sabo. Deshalb sind folgende Punkte wichtig, doch auch: soziale Kontakte außerhalb sowie Hobbys zu pflegen. Sie geben Ratschläge und sorgen für Ablenkung. Richtungsweisung hilft nach einem Malheur enorm weiter. Oder einfach mal eine kurze Auszeit, um sich wiederzufinden.

  • Löse wahre Probleme und verdiene damit Geld

Wirklich essentiell. Finde die Strategie, nach der die Menschheit schon lange gesucht hat. Schließe die Lücke, finde das fehlende Zahnrad. Nur so ist ein Geschäftsmodell/ wirklich nützlich und lohnt sich, viel Kraft zu investieren.

  • Bleibe bescheiden/demütig und denke logisch

Nach dem ersten Erfolg nicht gleich hochmütig werden. Sich nach einem Scheitern nicht zerbrechen lassen. Immer einen kühlen Kopf bewahren.

Abschließend gab David Einblicke in seine persönlichen Fortschritte nach dem Zusammenbruch. Wichtig ist, nicht nur auf den Erfolg oder Misserfolg zu schauen, sondern auf die Lerneffekte. Das Problem ist innerhalb dieser großen Welt kleiner als man zuerst annimmt.

Falls du ein Startup gründen möchtest, dich aber nicht traust…

Um ein Leben voller Kreativität zu leben, müssen wir unsere Angst vor dem Versagen ablegen. (Joseph Pierce)

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Blog, Gründer für Gründer, Gründerblog, Scheitern, Startup


Autorin:

Alexandra Bartelt
Werkstudentin @ innowerft


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Gründergeist

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Oft, wenn es von Gründung, Innovation, und vor allem vom Austausch unter Startups spricht, wird der Gründergeist erwähnt. Doch oft stellt sich die Frage: was genau macht ihn eigentlich aus? Es könnte eine Atmosphäre sein, eine Art zu denken, die verschiedene Menschen teilen, eine Motivation, die schwelt.

In Gründerzentren und ähnlichen Gemeinschaften spricht man auch oft von einer gewissen Kultur, die herrscht. In manchen Bereichen könnte man behaupten, es sei eine gewisse Mentalität, die innovative Unternehmer gemeinsam haben. Schaut man sich nun verschiedene Auffassungen von Gründergeist an, fällt auf, dass einige dieser Aspekte in unserem Blog schon angesprochen wurden:

Zuerst einmal haben die meisten Startups den Drang, der Welt etwas noch die Dagewesenes zu bringen – einen Mehrwert. Die Idee fing vielleicht mit einer Gedankenspielerei an, gefolgt von Tüftelei. So mancher wird derart begeistert, man würde beinahe „besessen“ sagen. Doch diese Einstellung braucht es auch, schließlich sind Mut, Tatkraft und Beharrlichkeit nötig, um das Vorhaben Realität zu machen (Exist über Gründergeist).

Ist der Gründergeist eine Art American Dream? Die Motivation und Hoffnung, frei ein angestrebtes Ziel zu erreichen, sich zu verwirklichen? Im gewissen Maße bestimmt. Fakt ist, dass die Mehrheit der Gründer viel Arbeit in ihr „Baby“ investieren. Fakt ist aber auch, dass Arbeit nicht immer als Last gesehen wird, wenn man für die Thematik brennt. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, Dinge zu gestalten und einzubringen (Christian Landau, EBS Universität).

Manche Startups berichten, dass sie aus der Gewohnheit, dem System ausbrechen wollten. Sie nutzen ihre zweite Chance, sich beruflich zu entfalten. Das braucht es, um innovativ zu sein: Platz für Ideen und Leidenschaft zu schaffen, Muster und Regeln dafür zu brechen, um Kreativität und Visionen freisetzen zu können (Jürgen H. Stäudtner). Deshalb wundert sich mancher Mensch, bei Startups diese Unkonventionalität, Lockerheit und Spontanität zu erleben. Diese gewisse „andere Atmosphäre“ – wenn man in der Pause Kicker spielt beispielsweise. Teamwork; ebenfalls ein wichtiger Teil des Gründergeists. Für das Erreichen eines Ziels zusammenzuarbeiten und von den unterschiedlichen Stärken der Mitspieler zu profitieren.

Sicherlich ist es auch Empathie, die zum Gründergeist gehört; Empathie für die Kollegen, allgemein für die Gesellschaft. Zu wissen, was sie braucht und sich wünscht. Schließlich besteht sie aus potenziellen Kunden.

Artur Oswald, Gründer von RevoPrint, nennt „Unternehmerische Selbstbestimmung, Gestaltungsfreiräume, Lernpotenziale“ als die Strategien und Ziele des Unternehmens. Die ersten beiden Aspekte wurden schon genannt. Letzterer ist wesentlicher Bestandteil des Gründergeists: aus Fehlern zu lernen, die Stärken und Schwächen zu erkennen und daran zu feilen.

Apropos Strategie: natürlich braucht es bei der Unternehmensgründung mehr als Motivation: Logik, Planungs- und Organisationsvermögen, Vorausdenken, einen kühlen Kopf, Aufmerksamkeit bzw. Weitblick, um Chancen ergreifen zu können.

Man sieht erneut: Vieles beginnt im Kopf, geht in die Tat über und steckt des Umfeld an.

Nicht umsonst möchten Angela Merkel, Dr. Hoffmeister-Kraut und sogar der Europäische Sozialfonds (ESF) den Gründergeist in Deutschland wiederherstellen – schließlich ist er entscheidend für das ehemalige Innovationsland Deutschland.

Auf die Inspiration.

 

Quellen:

Gründergeist an der EBS Universität

Jürgen H. Stäudtner: Deutschland im Innovationsstau – Wie wir einen neuen Gründergeist erschaffen

https://www.youtube.com/watch?v=pjaex0BjL_I

Exist über Gründergeist

http://www.exist.de/DE/Campus/Gruendergeist/inhalt.html

Die Jungen Liberalen über Gründergeist:

https://www.julis.de/politik/themen/gruendergeist/

Harvard Business Review zum Founder´s Spirit:

https://hbr.org/2016/03/great-companies-stay-true-to-the-spirit-of-their-founders

Foto:

Stephanie McCabe // www.unsplash.com

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Alexandra Bartelt
Werkstudentin @ innowerft